{"id":6929,"date":"2025-12-01T18:45:43","date_gmt":"2025-12-01T17:45:43","guid":{"rendered":"https:\/\/ekiwi.de\/?p=6929"},"modified":"2025-12-01T18:45:43","modified_gmt":"2025-12-01T17:45:43","slug":"ki-anstelle-der-suchmaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/6929\/ki-anstelle-der-suchmaschine\/","title":{"rendered":"KI anstelle der Suchmaschine?"},"content":{"rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/6929\/ki-anstelle-der-suchmaschine\/#KI_beginnt_Google_zu_setzen\" >KI beginnt Google zu setzen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/6929\/ki-anstelle-der-suchmaschine\/#Fehlerquote_ist_eindeutig_zu_hoch\" >Fehlerquote ist eindeutig zu hoch<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/6929\/ki-anstelle-der-suchmaschine\/#Wenn_die_KI_auf_einmal_die_KI\" >Wenn die KI auf einmal die KI<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/6929\/ki-anstelle-der-suchmaschine\/#Warum_Forscher_mehr_Standards_fordern\" >Warum Forscher mehr Standards fordern<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<p>Immer mehr Menschen nutzen K\u00fcnstliche Intelligenz wie ChatGPT oder Gemini, um Informationen zu erhalten. Immer mehr Menschen entscheiden sich sogar daf\u00fcr, dass sie mit ChatGPT oder einem anderen Programm interagieren, bevor sie die Suchmaschine starten. Doch die neue Bequemlichkeit hat sehr wohl ihren Preis: KI-Systeme liefern erstaunlich oft fehlerhafte Antworten. Das ist nat\u00fcrlich problematisch. Selbst Forscher haben sich nun zu Wort gemeldet und davor gewarnt, die Suchmaschine durch KI zu ersetzen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"KI_beginnt_Google_zu_setzen\"><\/span><b>KI beginnt Google zu setzen<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Die Nutzung von K\u00fcnstlicher Intelligenz &#8211; KI &#8211; als Recherchewerkzeug hat sich dann doch recht schnell in Deutschland entwickelt. Sieht man sich die aktuelle Bitkom-Umfrage, an der mehr als 1.000 Menschen teilgenommen haben, so erkennt man, dass inzwischen die H\u00e4lfte der Menschen zumindest gelegentlich <a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/ratgeber\/gesundheit\/ki-in-der-medizin-arzt-chatbot-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KI-Chatbots wie ChatGPT<\/a> f\u00fcr die Informationssuche einsetzt. Dabei verlassen sich 5 Prozent ausschlie\u00dflich auf diese Tools. Hier sind es vor allem j\u00fcngere Menschen, die nicht mehr zur klassischen Suchmaschine greifen, sondern lieber mit KI arbeiten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig integrieren Google und Microsoft auch schon ihre eigenen Modelle: Gemini und Copilot. Wer also etwa Google nutzt, arbeitet ebenfalls mit KI. Google hat in Deutschland sogar einen speziellen KI-Modus eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Doch die Bequemlichkeit mag ein paar gravierende T\u00fccken haben. 42 Prozent der Nutzer haben bereits angegeben, dass sie falsche oder gar frei erfundene Informationen von einem Chatbot erhalten haben. Die Europ\u00e4ische Rundfunkunion &#8211; EBU -, ein Zusammenschluss von 68 \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern aus 56 L\u00e4ndern, ist im Rahmen einer systematischen Untersuchung sogar zu noch d\u00fcsteren Ergebnissen gekommen: 45 Prozent der Antworten beliebter KI-Modelle enthalten \u201esignifikante\u201c Fehler. So etwa, wenn es um die Richtigkeit der Fakten geht, um Quellenangaben oder auch darum, wenn zwischen Tatsache und Meinung nicht unterschieden werden kann. Betrachtet man nur die Genauigkeit, so liegt ChatGPT bei 51,5 Prozent fehlerhaften Antworten, Copilot bei 45,4 Prozent, Gemini bei 50 Prozent und Perplexity bei 45,7 Prozent.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fehlerquote_ist_eindeutig_zu_hoch\"><\/span><b>Fehlerquote ist eindeutig zu hoch<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Doch warum ist die Fehlerquote so hoch? Die Systeme greifen oft auf \u00e4ltere Daten zu, sodass oftmals Informationen aus der Gegenwart nicht ber\u00fccksichtigt werden. Des Weiteren \u00fcbernehmen sie ungefiltert Falschinformationen aus dem Netz und ordnen die Einsch\u00e4tzungen zum Teil sogar den falschen Quellen zu. Das zentrale Problem liegt jedoch im Funktionsprinzip selbst: Sprachmodelle generieren statistisch passende Wortfolgen, ganz egal, ob der Inhalt stimmt. Diese sogenannten Halluzinationen machen KI-Antworten zwar fl\u00fcssig, aber nicht zwingend wahr.<\/p>\n<p>Wenn hingegen die KI im Gaming eingesetzt wird oder auch im Bereich des Online Gl\u00fccksspiels, so funktioniert sie schon besser. Entscheidet man sich f\u00fcr ein Online Casino mit internationaler Lizenz, <a href=\"https:\/\/www.escapistmagazine.com\/de\/guides\/casinos-ohne-oasis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">um OASIS zu umgehen<\/a> und auch auf Live Casino Spiele zugreifen zu k\u00f6nnen, so wird man \u00fcberrascht sein, wie viele Anbieter hier bereits mit KI zu tun haben. Die KI hat hier den Vorteil, dass sie anhand des Spielverhaltens auch eigene Boni erstellen kann.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Wenn_die_KI_auf_einmal_die_KI\"><\/span><b>Wenn die KI auf einmal die KI<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Der Fehlerkreislauf wird zudem dadurch noch mehr verst\u00e4rkt, weil die KI-Systeme zunehmend von Inhalten gespeist werden, die selbst von der KI generiert worden sind. Eine Analyse von Originality.ai zeigt, dass die Google-KI h\u00e4ufig jene Websites nutzt, die zu \u00fcber 10 Prozent KI-generierte Texte enthalten. Auch Wikipedia bleibt an dieser Stelle nicht verschont: Laut einer Untersuchung der Princeton University waren im August des vergangenen Jahres bis zu 5 Prozent der neu erstellten englischen Wikipedia-Artikel vollkommen oder zumindest zum Teil von der KI geschrieben. Diese Texte waren in der Regel weniger fundiert, schlechter belegt und wirkten mitunter sogar etwas werblich.<\/p>\n<p>Aber es darf nicht nur kritisiert werden, sondern es gibt auch positive Entwicklungen. Alle untersuchten KI-Systeme haben sich laut EBU im Vergleich zu den fr\u00fcheren Messungen verbessert. Tech-Konzerne investieren schlie\u00dflich Milliarden in neue Modelle: Google stellte k\u00fcrzlich \u201eGemini 3\u201c vor, OpenAI ver\u00f6ffentlichte ein Update f\u00fcr \u201eGPT-5\u201c. Beide sollen dadurch zuverl\u00e4ssiger und leistungsf\u00e4higer werden. Dennoch bleibt der grundlegende Konflikt aufrecht: Die Werkzeuge entwickeln sich sehr schnell, aber ihre F\u00e4higkeit, Wahrheit zuverl\u00e4ssig zu reproduzieren, verbessert sich nur sehr langsam und bleibt daher kaum kontrollierbar.<\/p>\n<p>Die Unterschiede zu den klassischen Suchmaschinen sind dabei enorm. Forscher an der Ruhr-Universit\u00e4t in Bochum und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Softwaresysteme haben traditionelle Google-Treffer mit den vier generativen Suchmaschinen gegen\u00fcbergestellt. Das Ergebnis hat gezeigt, dass die KI ein breiteres Netz auswirft und Inhalte aus vielf\u00e4ltigeren Quellen verarbeitet. Doch diese Vielfalt bedeutet nicht, dass es hier mehr Qualit\u00e4t gibt. H\u00e4ufig stammten die ausgew\u00e4hlten Quellen nicht aus den oberen Trefferlisten einer klassischen Suche. Trotz gr\u00f6\u00dferer Datenmenge seien die Antworten damit keineswegs umfassender.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Warum_Forscher_mehr_Standards_fordern\"><\/span><b>Warum Forscher mehr Standards fordern<\/b><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Angesichts dieser Entwicklungen wird die Frage, wie man Antworten aus KI-Chatbots korrekt bewerten kann, immer wichtiger. Die Forscher haben etwa betont, dass dringend neue Benchmarks und Standards n\u00f6tig seien, um die Qualit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit der Systeme zu messen. Auch die Europ\u00e4ische Rundfunkunion fordert hier ganz klare Vorgaben f\u00fcr den Umgang mit Chatbots: Nutzer sollten ihnen auf keinen Fall blind das Vertrauen schenken und die <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/medienkompetenz\/Fake-News-erkennen-lernen-Unterrichtsmaterial-fuer-die-Schule,fakenews218.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">erhaltenen Informationen grunds\u00e4tzlich gegenpr\u00fcfen<\/a>.<\/p>\n<p>Geht es um \u00fcbermittelte Informationen von der KI, wird Katharina Zweig, die Informatikprofessorin von der Rheinland-Pf\u00e4lzischen Technischen Universit\u00e4t Kaiserslautern-Landau noch deutlicher. Ihre Einsch\u00e4tzung lautet: \u201e<em>Die erste Regel ist: nicht als Suchmaschine verwenden.<\/em>\u201c Sprachmodelle h\u00e4tten n\u00e4mlich keine klassische, gesicherte Wissensdatenbank. Die KI reiht vielmehr W\u00f6rter aneinander und erzeugt damit Texte, die zwar plausibel erscheinen, aber nicht zwingend wahr sein m\u00fcssen. F\u00fcr kreative Prozesse seien solche Systeme gut geeignet, aber \u201enur dort, wo kein Schaden entsteht\u201c.<\/p>\n<p>Zweig ist des Weiteren \u00fcberzeugt, dass die KI-basierte Suche langfristig zum Standard wird. So hat sie aber auch auf die enormen Kosten hinter den Modellen verwiesen: Rechenzentren verschlingen gigantische Mengen Strom und K\u00fchlwasser, sodass wohl bald keine kostenlose KI-Suchfunktion mehr m\u00f6glich sein wird. \u201e<em>F\u00fcr mich sind die Ergebnisse nicht gut genug, als dass ich daf\u00fcr bezahlen wollte<\/em>\u201c, so Zweig. Und sie betonte, dass sich irgendwann die Frage stellen werde, wie sich diese Technologien refinanzieren sollen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Nutzung von KI-Tools weiter steigt, bleibt aber ihr Einsatz als Wissensquelle also h\u00f6chst fragw\u00fcrdig. Die Technologie wird zwar immer m\u00e4chtiger, aber bei der Zuverl\u00e4ssigkeit gibt es gravierende Schw\u00e4chen. Am Ende liegt die Verantwortung bei den Nutzern, die dann entscheiden m\u00fcssen, welchen Antworten sie wirklich trauen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer mehr Menschen nutzen K\u00fcnstliche Intelligenz wie ChatGPT oder Gemini, um Informationen zu erhalten. 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