{"id":922,"date":"2020-06-15T17:10:13","date_gmt":"2020-06-15T15:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/ekiwi.de\/?p=922"},"modified":"2020-06-15T17:10:13","modified_gmt":"2020-06-15T15:10:13","slug":"kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/922\/kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstliche Intelligenz: Das Ende von Onlinepoker?"},"content":{"rendered":"<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/922\/kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker\/#Ein_Sieger_die_Poker-KI_Pluribus\" >Ein Sieger: die Poker-KI Pluribus<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/922\/kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker\/#Pluribus_nutzte_maschinelles_Lernen\" >Pluribus nutzte maschinelles Lernen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/922\/kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker\/#Poker_ist_mehr_als_nur_Gluecksspiel\" >Poker ist mehr als nur Gl\u00fccksspiel<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-2'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/ekiwi.de\/index.php\/922\/kuenstliche-intelligenz-das-ende-von-onlinepoker\/#Onlinepoker-Anbieter_haben_Interesse_an_Gewinnern\" >Onlinepoker-Anbieter haben Interesse an Gewinnern<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<p>Maschinelles Lernen (Machine Learning) besitzt als Teilgebiet K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) das Potenzial, viele Bereiche des Lebens v\u00f6llig zu ver\u00e4ndern. Poker und <a href=\"https:\/\/de.888poker.com\/\">Onlinepoker<\/a> geh\u00f6ren zweifelsfrei zu diesen Bereichen. Pluribus nennt sich der j\u00fcngste Meilenstein der Poker spielenden KI. Das Programm konnte als erste KI der Welt mehrere Pokerprofis in einem Mehrpersonenturnier schlagen. Manch einer bef\u00fcrchtet nun das Ende des Onlinepokers. Aber soweit kommt es dann wohl doch nicht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-924\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cards-and-chips.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"367\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cards-and-chips.jpg 550w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cards-and-chips-300x200.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cards-and-chips-120x80.jpg 120w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/cards-and-chips-480x320.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Ein_Sieger_die_Poker-KI_Pluribus\"><\/span>Ein Sieger: die Poker-KI Pluribus<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Entwickelt wurde Pluribus von den Wissenschaftlern Noam Brown und Tuomas Sandholm, die beide in Pittsburgh (USA) an der Carnegie Mellon University arbeiten. Das Programm habe sich \u201ebei \u00fcber 10.000 gespielten H\u00e4nden in der Poker-Variante No Limit Texas Hold&#8217;em\u201c h\u00e4ufiger durchgesetzt als die insgesamt sechs menschlichen Spieler, schrieb das IT-News-Portal <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/pluribus-software-besiegt-fuenf-poker-profis-auf-einmal-1907-142490.html\">Golem.de<\/a> am elften Juli 2019.<\/p>\n<p>Im Training pokerte Pluribus gegen f\u00fcnf Kopien seiner selbst. Anschlie\u00dfend trat eine Version von Pluribus gegen f\u00fcnf menschliche Pokerspieler an. In einer Variante des Versuchs spielten f\u00fcnf virtuelle Spieler gegen einen einzigen Menschen. In beiden Varianten war die KI am Ende der Sieger, der signifikant h\u00e4ufiger gewonnen hat. Dabei hatte es die KI keineswegs mit menschlichen Amateurspielern zu tun.<\/p>\n<p>Zu den menschlichen Gegnern von Pluribus geh\u00f6rte unter anderem Chris Ferguson. Er hat im Verlauf seiner Pokerkarriere bisher sechs Turniere bei der <em>World Series of Poker<\/em> (WSOP) gewonnen. Dar\u00fcber hinaus wurde er in die Liste der 50 besten Spieler der Pokergeschichte aufgenommen, die bei der 50. WSOP erstellt wurde.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Pluribus_nutzte_maschinelles_Lernen\"><\/span>Pluribus nutzte maschinelles Lernen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Ein wesentlicher Bereich der KI ist das maschinelle Lernen. Laut der Publikation \u201eMaschinelles Lernen\u201c des Fraunhofer Instituts wird es in Expertenkreisen als eine \u201eSchl\u00fcsseltechnologie der K\u00fcnstlichen Intelligenz\u201c bezeichnet. Ein Artikel in der <a href=\"https:\/\/www.computerwoche.de\/a\/was-sie-ueber-maschinelles-lernen-wissen-muessen,3329560\">Computerwoche<\/a> definierte maschinelles Lernen 2018 unter anderem salopp als \u201edie Kunst, einen Computer n\u00fctzliche Dinge tun zu lassen, ohne ihn ausdr\u00fccklich daf\u00fcr zu programmieren\u201c. Grunds\u00e4tzlich kann man bei maschinellem Lernen das \u00fcberwachte und das un\u00fcberwachte Lernen unterscheiden. Beim \u00fcberwachten Lernen kategorisiert die KI beispielsweise Daten und sortiert Bilder in vorgegebene Kategorien wie etwa \u201eBlumen\u201c ein, wenn auf ihnen eine Blume zu sehen ist. Die richtigen Ergebnisse sind also vorgegeben und der Erfolg (oder Misserfolg) der KI l\u00e4sst sich dadurch relativ einfach \u00fcberwachen. Beim un\u00fcberwachten Lernen gibt es dagegen keine vorgegebenen Kategorien. Die KI versucht, selbstst\u00e4ndig Daten zu kategorisieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-923\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/tech-face.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"367\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/tech-face.jpg 550w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/tech-face-300x200.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/tech-face-120x80.jpg 120w, \/wp-content\/uploads\/2020\/06\/tech-face-480x320.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<p>Pluribus bedient sich des sogenannten Reinforcement-Learning, das zum \u00fcberwachten Lernen geh\u00f6rt. Es ist eine Art des Lernens auf der Basis von Belohnungen. Die Belohnung ist in diesem Fall der Sieg bei einer Pokerrunde. Pluribus analysierte, welche Spielz\u00fcge f\u00fcr das Spiel am erfolgreichsten waren und nutzte diese fortan h\u00e4ufiger. Reinforcement-Learning unterscheidet sich beispielsweise vom sogenannten Deep Learning, das sich mit neuronalen Netzen an der Informationsverarbeitung des menschlichen Hirns orientiert.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Poker_ist_mehr_als_nur_Gluecksspiel\"><\/span>Poker ist mehr als nur Gl\u00fccksspiel<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Pluribus brachte einerseits denjenigen, die es noch nicht wussten, die Erkenntnis, dass Poker definitiv mehr ist als ein reines Gl\u00fccksspiel. Nat\u00fcrlich spielt das Gl\u00fcck beim Pokern immer eine Rolle. Wer allerdings strategisch denkt und Wahrscheinlichkeiten ber\u00fccksichtigt, kann seine Gewinnchancen deutlich steigern. Das konnten vor der KI bereits zahlreiche Pokerstars beweisen. Andererseits zeigte Pluribus, dass KI es auch mit mehreren Pokerspielern zugleich aufnehmen kann. Das alles hat nat\u00fcrlich auch Einfluss auf die Onlinepokerszene.<\/p>\n<p>Bereits jetzt sehen sich die Betreiber von Onlinepoker-Plattformen durch Spieler herausgefordert, die Poker-Bots f\u00fcr ihr Spiel einsetzen. Legal ist das nicht. Praktisch alle Pokerplattformen im Internet verbieten den Einsatz solcher Bots. Dennoch kommt es hin und wieder vor, dass jemand solch ein Programm f\u00fcr eigene Vorteile nutzt. Klar ist dabei: Je besser die Programme werden und je eher sie auch auf durchschnittlichen Rechnern laufen, desto reizvoller wird der verbotene Einsatz.<\/p>\n<p>Allerdings wird es bei den Poker-Bots wohl auch in Zukunft gro\u00dfe Unterschiede geben und selbst ein nur mittelm\u00e4\u00dfiger menschlicher Pokerspieler hat die Chance, einen schwachen Poker-Bot zu schlagen. Bei richtig guten Programmen ist ein Sieg jedoch mittlerweile schwierig zu erreichen und d\u00fcrfte k\u00fcnftig noch schwieriger zu erreichen sein. Onlinepoker-Plattformen entwickeln deshalb Abwehrtechniken, um Poker-Bots zu entlarven und den menschlichen Spielern ein faires Spiel zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Onlinepoker-Anbieter_haben_Interesse_an_Gewinnern\"><\/span>Onlinepoker-Anbieter haben Interesse an Gewinnern<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen Onlinepoker-Plattformen Poker-KI auch selbst nutzen, um sie gegen menschliche Gegner antreten zu lassen. Eine KI wie Pluribus w\u00e4re wohl k\u00fcnftig in der Lage, den Betreibern von Poker-Plattformen bei Spielen gegen menschliche Gegner gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gewinne zu sichern. Die \u00fcberwiegende Zahl der Hobby-Pokerspieler h\u00e4tte kaum eine Chance, w\u00fcrde man sie gegen die bestm\u00f6gliche KI antreten lassen.<\/p>\n<p>Manch einer sieht deshalb bereits das Ende des Onlinepokers am Horizont. Aber das ist wohl eher unwahrscheinlich. Onlinepoker-Anbieter t\u00e4ten sich selbst keinen Gefallen, wenn sie eine allzu starke KI gegen Hobbyspieler antreten lie\u00dfen. Die KI w\u00fcrde zwar nahezu jedes Spiel gewinnen. Aber sie w\u00fcrde auch schnell daf\u00fcr sorgen, dass die Anzahl der Spieler deutlich abnimmt. Frust ist kein gro\u00dfer Anreiz zum Pokern. Am Ende w\u00fcrden die Onlinepoker-Anbieter also verlieren, weil sie zu h\u00e4ufig gewinnen.<\/p>\n<p>Onlinepoker-Plattformen haben ein ureigenes Interesse an verantwortungsvollen Spielern und sehen sich hier auch selbst in der Verantwortung. Zugleich brauchen sie immer wieder Sieger, damit der Reiz des Pokerns erhalten bleibt. Eine zu starke KI w\u00fcrde ihren Interessen deshalb zuwiderhandeln. M\u00f6glich w\u00e4re ihr Einsatz aber trotzdem: vielleicht in Form eines Lernprogramms, bei dem die KI den Menschen trainiert? Keine Frage: Es bleibt spannend rund um Onlinepoker und KI.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maschinelles Lernen (Machine Learning) besitzt als Teilgebiet K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) das Potenzial, viele Bereiche des Lebens v\u00f6llig zu ver\u00e4ndern. 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