Kennst du das? Du sitzt im Home-Office, öffnest die Jahresabrechnung deines Stromanbieters und fragst dich kurz, ob du versehentlich eine Sauna im Keller betrieben hast. Wir achten mittlerweile penibel darauf, das Licht auszuschalten, nutzen LED-Lampen und drehen die Heizung runter. Aber ein Gerät, das oft 8 bis 10 Stunden am Tag läuft, übersehen wir oft völlig: Unseren Computer.
Viele von uns nutzen für E-Mails, Excel, Surfen und Videocalls immer noch den klassischen „Tower-PC“ unter dem Schreibtisch. Er ist groß, er brummt leise vor sich hin – und er ist oft ein völlig unterschätzter Stromfresser.
Einen großen Desktop-Rechner für einfache Büroarbeiten zu nutzen, ist ein bisschen so, als würde man mit einem LKW zum Brötchenholen fahren: Es funktioniert, aber es verbraucht unnötig viel Energie.
Hier kommen Mini-PCs ins Spiel. Marken wie Geekom.de zeigen gerade eindrucksvoll, dass man riesige Computergehäuse auf die Größe einer Brotdose schrumpfen kann, ohne dabei an Leistung zu verlieren. Doch das Beste daran ist nicht der Platzgewinn auf dem Schreibtisch, sondern das, was am Ende des Jahres auf deinem Konto bleibt.
In diesem Artikel rechnen wir mal gnadenlos nach: Wie viel Strom verbraucht ein Mini-PC im Vergleich zum alten Desktop-Rechner wirklich? Und lohnt sich der Umstieg finanziell?
Warum verbrauchen Tower-PCs so viel?
Um zu verstehen, warum wir hier Geld sparen können, müssen wir kurz in die Technik eintauchen.
Ein klassischer Desktop-PC ist oft auf maximale Leistung ausgelegt. Er hat ein großes Netzteil (oft 500 bis 750 Watt), große Lüfter und Komponenten, die viel Energie in Wärme umwandeln. Selbst wenn der PC nur „im Leerlauf“ ist (z.B. während du einen Text liest), zieht das Netzteil und das Mainboard eine gewisse Grundlast.
Mini-PCs hingegen nutzen „Mobile-Technologie“. Geräte wie der Geekom Mini IT13 oder der Geekom A8 nutzen Prozessoren, die eigentlich für High-End-Laptops entwickelt wurden. Diese Chips sind darauf optimiert, mit jedem Watt Energie extrem sparsam umzugehen, um in Laptops den Akku zu schonen. In einem Mini-PC sorgt genau diese Technik dafür, dass der Stromzähler sich nur in Zeitlupe dreht.
Das Rechenbeispiel: Die nackten Zahlen
Lass uns konkret werden. Wir vergleichen einen typischen, etwas älteren Desktop-PC (ca. 4–5 Jahre alt) mit einem modernen Mini-PC.
Das Szenario:
- Nutzung: Home-Office & Freizeit (Surfen, Streaming).
- Dauer: 8 Stunden pro Tag, an 220 Arbeitstagen im Jahr.
- Strompreis: Angenommen ca. 0,40 € pro kWh (ein realistischer Durchschnittswert in Deutschland).
Kandidat 1: Der klassische Tower-PC
Ein durchschnittlicher Desktop-Rechner verbraucht im Office-Betrieb (Browser, Word, Hintergrundprozesse) oft zwischen 100 und 150 Watt. Nehmen wir den Mittelwert.
- Verbrauch: 125 Watt
- Täglich (8 Std.): 1,0 kWh
- Jährlich (220 Tage): 220 kWh
- Kosten pro Jahr: ca. 88,00 €
Kandidat 2: Der Mini-PC (z.B. Geekom Mini IT13)
Mini-PCs sind Effizienzwunder. Im Leerlauf verbrauchen sie oft nur 5–10 Watt. Unter mittlerer Office-Last pendeln sie sich meist bei 15 bis 30 Watt ein.
- Verbrauch: 25 Watt (konservativ geschätzt)
- Täglich (8 Std.): 0,2 kWh
- Jährlich (220 Tage): 44 kWh
- Kosten pro Jahr: ca. 17,60 €
💰 Das Ergebnis
Du sparst allein durch den Wechsel des PCs über 70 € pro Jahr. Läuft der PC bei dir auch am Wochenende oder abends für Netflix und YouTube? Dann steigt die Ersparnis schnell auf über 100 € jährlich. Auf eine Nutzungsdauer von 5 Jahren gerechnet, hat sich der halbe Mini-PC schon fast durch die Stromersparnis finanziert.
Aber reicht die Leistung denn aus?
Das ist die häufigste Sorge: Wenn er so wenig Strom braucht, ist er dann nicht langsam?
Vor 10 Jahren war das vielleicht so. Heute ist das ein Mythos. Schauen wir uns zwei aktuelle Beispiele von Geekom an:
- Geekom Mini IT13: In diesem winzigen Gehäuse steckt oft ein Intel Core i7 oder sogar i9 Prozessor der 13. Generation. Das ist mehr Rechenpower, als die meisten großen Tower-PCs von vor drei Jahren hatten. 4K-Videobearbeitung? Dutzende Browser-Tabs? Riesige Excel-Tabellen? Kein Problem.
- Geekom A8: Dieses Modell setzt auf die neuen AMD Ryzen Prozessoren mit starker KI-Einheit. Er ist nicht nur effizient, sondern hat auch eine so starke integrierte Grafik, dass sogar leichtes Gaming möglich ist – und das bei einem Bruchteil des Stromverbrauchs einer dedizierten Grafikkarte.
Die Technologie hat sich gewandelt: Leistung braucht heute keine Größe mehr.
Zwei angenehme Nebeneffekte
Neben dem Geldbeutel gibt es zwei weitere Vorteile, die man erst bemerkt, wenn man gewechselt hat:
- Ein kühleres Zimmer im Sommer: Die 100 Watt Differenz, die der alte Tower mehr verbraucht, lösen sich nicht in Luft auf – sie werden zu Wärme. Ein großer PC wirkt im Sommer wie eine kleine Heizung unter dem Tisch. Der Mini-PC bleibt cool – und du auch.
- Die Stille: Weniger Stromverbrauch bedeutet weniger Wärme, die abgeführt werden muss. Der Lüfter eines Geekom-PCs muss daher viel seltener und leiser arbeiten als die Turbinen in einem Tower.
Checkliste: Welcher Mini-PC passt zu mir?
Nicht jeder braucht einen Hochleistungs-Rechner. Damit du beim Kauf nicht nur Strom, sondern auch Anschaffungskosten sparst, hilft dir diese kleine Einordnung. Welcher Typ bist du?
Typ 1: Der „Office-Held & Surfer“
Du nutzt den PC hauptsächlich für E-Mails, Online-Banking, YouTube, Netflix und Textverarbeitung.
- Dein Ziel: Maximales Stromsparen und absolute Stille.
- Empfohlene Specs: Ein effizienter Prozessor (z.B. Intel N100 oder Core i3/i5). 8 bis 16 GB RAM sind völlig ausreichend.
- Passendes Geekom-Modell: Schau dir den Geekom Mini Air12 an. Er ist extrem günstig und verbraucht oft weniger Strom als eine Glühbirne.
Typ 2: Der „Multitasker & Creator“
Bei dir sind immer 50 Browser-Tabs offen. Du bearbeitest Fotos in Lightroom, nutzt Canva intensiv oder schneidest ab und zu ein Urlaubsvideo. Du arbeitest vielleicht mit zwei Monitoren gleichzeitig.
- Dein Ziel: Ein flüssiges System ohne Ruckler, das trotzdem sparsam ist.
- Empfohlene Specs: Intel Core i7 oder AMD Ryzen 7. Mindestens 32 GB RAM sollten es sein, damit nichts hakt.
- Passendes Geekom-Modell: Der Geekom IT13 (i7 Version) oder der Geekom A7 sind hier die Sweetspots aus Preis und Leistung.
Typ 3: Der „Power-User“
Du renderst 4K-Videos, programmierst, nutzt virtuelle Maschinen oder willst sogar einfache Spiele zocken (wie League of Legends oder Fortnite).
- Dein Ziel: Desktop-Leistung im Taschenformat.
- Empfohlene Specs: Intel Core i9 oder die neuen AMD Ryzen 9 Prozessoren. Hier lohnt sich auch eine schnelle 2 TB SSD.
- Passendes Geekom-Modell: Der Geekom A8 (mit starker KI-Grafikeinheit) oder der IT13 in der i9-Ausstattung.
- Hinweis: Selbst diese Kraftpakete verbrauchen unter Last meist nur einen Bruchteil dessen, was ein vergleichbarer Gaming-Tower aus der Steckdose zieht.
Fazit: Sparen ohne Verzicht
Der Wechsel auf einen Mini-PC ist eine der seltenen „Win-Win“-Situationen in der Technikwelt. Du gewinnst Platz auf dem Schreibtisch, du bekommst ein modernes, schnelles System und du senkst deine Fixkosten dauerhaft.
Wenn du also nicht gerade ein professioneller E-Sportler bist, der eine riesige dedizierte Grafikkarte benötigt, gibt es heute kaum noch einen Grund, sich einen klobigen Energiefresser unter den Tisch zu stellen.
Mein Tipp: Rechne es dir selbst einmal kurz durch. Nimm deine letzte Stromrechnung, schau auf die Wattzahl deines jetzigen PCs und staune, was da zusammenkommt. Dein Geldbeutel (und die Umwelt) werden es dir danken.
