WordPress vs. Drupal: Welches CMS ist besser?

Wer eine Webseite erstellen will, der denkt wohl als erstes an WordPress. Es scheint in diesem Zusammenhang das bekannteste und meist genutzte Content Management System zu sein. Aber es ist noch lange nicht das einzige. Es gibt noch weitere wirklich gute Alternativen auf dem Markt. Eine davon ist Drupal. Doch kann es mit WordPress mithalten? Wir haben die beiden Content Management Systeme verglichen und hoffen, euch eine gute Entscheidungshilfe an die Hand geben zu können.

Was ist ein Content Management System?

Ein Content Management System (CMS) ist eine Software, die eine selbst gehostete Lösung bietet, mit der ihr alle Inhalte auf eurer Webseite erstellen und verwalten könnt. Dies gilt für Text, Bild, Video und alle anderen Formen von Inhalt. Außerdem wird die Software nicht nur zum Betreiben von Webseiten, sondern auch für Offline-Plattformen eingesetzt. Die sogenannten Open-Source-Systeme können dabei sowohl von privaten Nutzern als auch von Geschäftskunden genutzt werden.

WordPress und Drupal gehören ebenfalls zu den Content Management Systemen. Anhand verschiedener Kriterien wollen wir die beiden vergleichen.

Bekanntheit

Wenn es um die Bekanntheit geht hat WordPress ganz klar die Nase vorn. Dessen Marktanteil liegt bei ganzen 60 Prozent. Auf dem zweiten Platz liegt in dieser Kategorie Joomla, während Drupal Platz drei belegt. Aber warum ist WordPress so weit verbreitet? Dies mag vor allem daran liegen, dass WordPress schnell und unkompliziert installiert werden kann. Außerdem kann es unmittelbar nach der Installation genutzt werden.

Auch Drupal ist in der Standardvariante sofort nach der Installation nutzbar. Wer jedoch mehr aus dem Programm rausholen möchte, der muss noch etwas mehr Zeit und Arbeit investieren.

Technik

Wenn es um die Technologie geht, gibt es bei beiden Anbietern kaum Unterschiede. Beide nutzen die Programmiersprache PHP und die MySQL-Datenbank, welche weit verbreitet sind und keine besonderen Anforderungen voraussetzen. Es ist also kein Problem, einen Hostinganbieter zu finden, der Drupal und WordPress unterstützt.

Nutzung

Sowohl WorPress als auch Drupal sind Open Source Programme, die kostenlos heruntergeladen und installiert werden können. Bei Closed Source Anwendungen hingegen fallen schon allein für die Installation Lizenzkosten an. Da dies bei WordPress und Drupal nicht der Fall ist, könnt ihr die Kosten, die ihr so eingespart habt, stattdessen für entsprechende Erweiterungen ausgeben.

Kosten

Im Allgemeinen kann man sagen, dass WordPress-Webseiten günstiger sind, da sie häufig von Unternehmen ohne Programmierkenntnisse stammen. Da die Standardversion von WordPress kostenlos ist und nur die erweiterten Anwendungen bezahlt werden müssen, hat man damit eine unkomplizierte und günstige Lösung, die auch noch zufriedenstellende Ergebnisse hervorbringt. Ein Nachteil ist allerdings, dass WordPress-Seiten oft nicht mehr mit komplexeren Funktionen nachgerüstet werden können, da dies durch die verwendeten Plugins oder Templates eventuell nicht möglich ist.

Da Drupal-Webseiten meist größer und komplexer sind, sind in der Regel auch die Kosten dafür höher. Außerdem erfordert Drupal auch bessere Programmierkenntnisse. Auch mit den Standardfunktionen lässt sich hier aber schon einiges anfangen. Es gibt eine umfassende API, wodurch kundenspezifische Anwendungen umgesetzt werden können. Wer allerdings damit eine kompliziertere Webapplikation erstellen möchte, der muss schon etwas mehr investieren. Dafür erhält man damit aber auch ein sehr gutes Ergebnis.

Flexibilität

Bei beiden Programmen gibt es einige Module und Plugins, dank denen sie erweitert und angepasst werden können. WordPress liegt mit über 45.000 Modulen vor Drupal, das aber immer noch 35.000 Module bietet. Aber wie man weiß ist Quantität ja nicht alles, sondern es kommt hauptsächlich auf die Qualität an. Bei beiden Anbietern gibt es auch veraltete Module, mit denen man eher wenig anfangen kann.

Drupal kommt nicht nur mit vielen Erweiterungen daher, sondern auch mit einer API. Bei API handelt es sich um eine Schnittstelle, mit der eigene Module erstellt werden können. Es bietet also etwas mehr Flexibilität als WordPress.

Funktionalität

Drupal wartet mit einer höheren Funktionalität auf. Es ist auch eine gute Lösung für große Webprojekte und bietet mehr als nur Content Management. Reicht euch aber eine einfachere Weblösung mit weniger Funktionalität, dann ist WordPress eine gute Lösung für euch. Perfekt geeignet ist es zum Beispiel für Blogs oder einfache Webseiten.

Sicherheit

Ein wichtiger Aspekt für eine Software ist auch die Sicherheit. Solange die neusten Sicherheits-Updates installiert sind, sind beide Anbieter sicher. Bei WordPress müssen allerdings sehr viel öfter Aktualisierungen gemacht werden, um Sicherheit zu gewährleisten. 2015 warnte der Bund sogar davor, dass WordPress-Seiten nicht sicher seien. Diese Unsicherheit rührt aber daher, dass die vorhandenen Sicherheits-Updates von den meisten Nutzern nicht zeitnah installiert werden.

Für noch mehr Sicherheit bei der Nutzung eines Content Management Systems empfehlen wir die Verwendung eines VPN. Damit seid ihr anonym und sicher im Netz unterwegs und braucht euch nicht so viele Gedanken um Sicherheitsrisiken machen. Ein sicherer und seriöser VPN-Anbieter ist zum Beispiel NordVPN.

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