Ist Bitcoin ein Problem für die Geldpolitik?

Bitcoin ist die älteste und weltweit führende Kryptowährung. Aber trotzdem hat die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, China, begonnen, eine repressive Politik gegenüber Bitcoin und andere Kryptowährungen zu verfolgen. Die chinesischen Behörden betrachten Kryptowährungen als Spekulationsobjekte und als Bedrohung für das Finanzsystem. Im Mai 2021 haben eine Reihe von Provinzen das Mining verboten, und chinesische Banken und andere Finanzinstitute dürfen keine Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten mehr durchführen.

Vor der Verschärfung der Bitcoin-Politik förderte China drei Viertel der weltweiten Kryptowährung. Die Verbote zwangen die Bergleute (Miner), ihre Anlagen abzuschalten und in andere Länder umzuziehen. Infolgedessen begann China seine Position im Bergbau zu verlieren, sein Anteil liegt jetzt unter 30 Prozent. Das Land steht immer noch an der Spitze der Weltrangliste, aber die USA, Kasachstan und der Iran holen schnell auf.

In der Türkei sind Kryptowährungen gänzlich verboten: Sie können in dem Land nicht als Zahlungsmittel für Waren und Dienstleistungen verwendet werden. Die türkische Zentralbank erklärte, dass Krypto-Assets hohe Risiken bergen und in keiner Weise reguliert sind. Außerdem, so die Bank, ist ihr Marktwert zu stark schwankend, sie sind anonym und können für illegale Aktivitäten genutzt werden.

Bitcoin, von dem so viele Menschen auf bitalphaai.app/de/ profitieren, wird in Europa viel positiver gesehen, aber auch hier gibt es keinen Konsens. Viele halten beispielsweise den Kauf und Verkauf von Kryptoassets für ein unzuverlässiges Geschäft. Private Fonds brechen in der Regel früher oder später zusammen. Sicher, man kann durch den Handel mit Bitcoins reich werden, aber es ist dasselbe wie der Handel mit Briefmarken.

Und in der Schweiz kann Kryptowährung zur Zahlung von Steuern verwendet werden, Deutschland hat Bitcoin als Finanzinstrument anerkannt und ist zu dem Schluss gekommen, dass Kryptowährung als Tauschmittel akzeptiert und elektronisch übertragen, gespeichert und gehandelt werden kann. In Frankreich hat ein Gericht den Bitcoin als austauschbaren Vermögenswert anerkannt und ihn damit dem offiziellen Geld gleichgestellt.

Die Ukraine hat ihrerseits sowohl Kryptowährungen als auch virtuelle Griwna legalisiert. Der Gesetzentwurf regelt den Umlauf virtueller Vermögenswerte im Land und ermöglicht es den Marktteilnehmern, Bankdienstleistungen in Anspruch zu nehmen, Steuern auf Einkünfte aus Kryptowährungen zu zahlen und bei Rechtsverletzungen Rechtsschutz vor Gericht zu erhalten.

Digitale Finanzaktiva (DFAs) sind in vielen Ländern aber kein Zahlungsmittel, können aber als Sicherheiten verpfändet, gehandelt und gegen eine Art von DFA oder gegen digitale Rechte jeder anderen Art eingetauscht werden. Banken und Börsen können Betreiber solcher Transaktionen werden, müssen dafür aber in die spezielle Liste der Zentralbank aufgenommen werden.

Einige Experten behaupten, dass Kryptowährungem  ein finanzielles Schneeballsystem sind. Mit dem Kauf von Bitcoin begibt man sich in ein Minenfeld, in dem man sich auf niemanden verlassen kann außer auf sich selbst. Gehen Sie nicht dorthin, wo Sie nicht unter dem Schutz des Staates stehen, wo Ihnen Ihr Geld einfach weggenommen wird und Sie nichts dagegen tun können. Außerdem sind viele Menschen der Meinung, dass solche digitale Währungen wie Bitcoin trotz des großen Preisanstiegs auf lange Sicht zum Scheitern verurteilt sind und dass die Gleichsetzung von Kryptowährungen mit regulärem Geld der Wirtschaft nur schaden würde.

Es ist unwahrscheinlich, dass andere Länder es in naher Zukunft wagen werden, Kryptowährungen vollständig zu legalisieren und dem Beispiel El Salvadors zu folgen. Länder wie Japan werden dies nicht ohne die Zustimmung ihrer wichtigsten Handelspartner tun – es wird ein spätes Marktstadium sein, das Jahrzehnte auf sich warten lässt.

Die Kapitalisierung des Kryptowährungsmarktes hat 2 Billionen Dollar überschritten. Der Kryptowährungsmarkt ist jedoch noch zu jung und für unerfahrene Anleger gefährlich: Es gibt keine einheitlichen Spielregeln, und der Kurs ist manipulierbar und instabil. Aber das Experiment, das in El Salvador gestartet wurde, ist interessant, und die ganze Welt wird die Ergebnisse beobachten.

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