Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Jugendschutz auf dem Smartphone

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein Spruch, der gerne Lenin zugeordnet wird, aber nicht wirklich belegt ist.

Zumindest was Smartphones und Tabletts angeht, werden sich Eltern irgendwann die Frage stellen, ab welchen Alter das Kind solch ein Gerät bekommt und wie man die Inhalte eines solchen Taschencomputers sinnvoll einschränken und überprüfen kann.

Eine Lösung wäre es natürlich, so ein Gerät gar nicht erst zuzulassen. Das ist aber wenig realistisch und sinnvoll. Technik, “neue Medien” müssen erlernt und erprobt werden und wer kein WhatsApp hat, wird am Ende von den Freunden nicht mehr zu Unternehmungen eingeladen. Auch sollte Eltern die Kirche im Dorf lassen und sich an die eigene Jugend erinnern. Damals wurde genauso mit Argwohn auf das stundenlange Sitzen vor dem PC reagiert. Das wir Spiele wie Doom gezockt haben, welche damals verboten waren, haben wir nicht erzählt, da wir sonst die Hammelbeine langgezogen bekommen hätten. Heute gilt das Spiel als Teil der Kulturgeschichte und Wegbereiter für ein ganzes Spielgenre.

Nichts ist schwarz, nichts ist weiß und aus mir ist am Ende auch ein veritabler Softwareentwickler geworden. Der Mittelweg ist, wie so oft, das Mittel der Wahl. Nicht alles verbieten und nicht alles erlauben. Es ist ein großer Unterschied, ob man mit 16 in einem Shooter virtuelle Kämpfe austrägt oder das neueste IS-Video zugespielt bekommt. Letzteres kann auch jedem Erwachsenen nächtelange Alpträume bescheren. Auch muss der besagte Shooter nicht 8 Stunden am Tag gespielt werden, hier können Nutzungszeiten vereinbart werden. Der große Unterschied zu früher ist die ständige Verfügbarkeit. Der PC stand damals nur daheim, Smartphone und Tablett sind immer dabei, online und einsatzbereit.

Apps kontrollieren und sperren

Zur Umsetzung können Apps wie die Spzyie-Jugendschutz App verwendet werden. Eine solche App kann nicht nur die Nutzungszeiten einschränken, sondern auch Apps dauerhaft deaktivieren. Die Spiele-App funktioniert erst am Abend, nach dem Unterricht. Die App mit den verlockenden In-App-Käufen, wird gleich über die App Sperre deaktiviert. Gleiches gilt für den Messenger, welcher zur Schulzeit ebenfalls keine Verwendung finden sollte.

Diese Apps sind einfach einzurichten und auch sicher. Das heißt, können vom Nachwuchs nicht einfach umgangen werden.
Bei dieser Gelegenheit sollten sich die Eltern an die eigene Nase fassen und ihre eigene Smartphone-Nutzung reflektieren. Falls diese beim gemeinsamen Frühstück oder Abendessen ebenfalls mit Smartphone an WhatsApp kleben, ist es schwer zu argumentieren, dass der Nachwuchs die Nutzung eingeschränkt bekommt.

Einfach mal darauf achten, wie oft man selbst zum Telefon greift. In der Berufswelt zählt der stetige Griff zum Telefon zu einem der größten Produktivitätskiller überhaupt.

Position und andere Überwachung

Apps gezielt zu kontrollieren ist das eine, viele Jugendschutzapps erlauben auch die Überwachung des Standortes. Das klingt verlockend und lässt sich ebenfalls sinnvoll nutzen. Zumindest solange dieser Eingriff in die Privatsphäre vernünftig mit dem Kind kommuniziert wird. Geheime Überwachung geht gar nicht. Einen Unterschied macht auch hier das Alter, mit 17 sollte man niemanden mehr auf diese Art überwachen.

Fazit

Die Nutzung von Apps zur Kontrolle des Jugendsschutzes ist heute eher als unerlässlich einzuordnen. Dabei muss hier nicht der große Hammer in Form erfolgen. Klare Nutzungszeiten, Regeln und Ausnahmen bedeuten, sowohl für Eltern, als auch für die Kinder, gegenseitiges Vertrauen und Verantwortung.

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