Die Fahrerkarte – ein wichtiger Aspekt für Fernfahrer

LKW-Fahrer dürfen nicht ohne sie unterwegs sein und Arbeitgeber sind verpflichtet, die Fahrerkarte alle 28 Tage korrekt auszulesen. Doch wozu dient die Fahrerkarte eigentlich? Ihre Aufgabe ist es, Behörden das regelmäßige Auslesen zu ermöglichen und somit die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten kontrollieren zu können. Jeder LKW-Fahrer muss sicherstellen, dass dies ohne Probleme möglich ist. Mittlerweile gibt es digitale Möglichkeiten, die den Aufwand erleichtern und das Auslesen automatisieren.

Sicherheit im LKW dank Tachographen

LKWs stellen für den Straßenverkehr ein hohes Risiko dar. Sie haben eine hohe Masse und können daher, im Falle eines Unfalls, die allgemeine Verkehrssicherheit gefährden. Die Ansprüche an Fahrer sind daher besonders hoch. Konzentration ist das A und O für LKW-Fahrer, denn schon kleinste Unachtsamkeiten können einen schwerwiegenden Unfall zur Folge haben.

Das Gesetz hat aus diesem Grund Regelungen zu den zulässigen Lenk- und Ruhezeiten erlassen, die mittels eines digitalen Tachographen und Fahrerkarten dokumentiert werden. Um dem Arbeitgeber und nachfragenden Behörden die Informationen zur Verfügung zu stellen, muss der Fahrtenschreiber regelmäßig ausgelesen werden.

Anstelle des manuellen Auslesens ist es möglich, mit einer Software Fahrerkarte auslesen zu lassen und die Daten zu speichern. Der Vorteil? Das Auslesen funktioniert jederzeit, während der Fahrt, vollautomatisch. Bußgelder können vermieden werden und die Informationen über alle Fahrer sind jederzeit vorhanden und für Behörden und Betrieb abrufbar. Mehr Sicherheit also und dennoch weniger Arbeit.

Die gespeicherten Informationen auf der Fahrerkarte

Die Fahrerkarte ist ein scheckkartenähnlicher  Nachweis, der personengebundene Informationen speichert. Die Karte wird in den Tachographen des LKW gesteckt und ermöglicht so die Aufzeichnung aller Lenk- und Ruhezeiten. Das gilt auch dann, wenn mit verschiedenen LKWs gefahren wird. Denn entscheidend ist nicht die Lenkzeit eines gewissen Fahrzeugs, sondern die Lenk- und Ruhezeit des Fahrers.

Wenn die Fahrerkarte ausgelesen wird, werden zahlreiche Daten abgerufen. Dazu gehören Name, Geburtstag und Nummer des Führerscheins sowie Ausstellungszeitpunkt und Gültigkeit der aktuellen Fahrerkarte. Des Weiteren sind Hinweise zum verwendeten LKW gespeichert (Kennzeichen, Betriebszeiten, Kilometerstand). Besonders relevant sind die gespeicherten Lenk- und Ruhezeiten, die auch Bereitschaftszeiten und Be- und Endladezeiten miteinschließen. Schließlich werden noch die Anzahl der Fahrer eines Fahrzeugs sowie durchgemachte Ereignisse und Kontrollen abgespeichert. Auch Fehlermeldungen, gefahrene Geschwindigkeit und Daten der Werkstatt werden hinterlegt.

Fahrerkarte auslesen ist wichtig

Die Fahrerkarte bietet nicht unbegrenzt Kapazitäten, daher können nicht andauernd neue Daten gespeichert werden. Die Fahrerkarte muss daher ausgelesen werden, damit die Informationen archiviert werden können. Es muss sichergestellt werden, dass keine Daten durch Überschreibung zerstört werden. Durch eine digitale Auslesung kann dies jederzeit ermöglicht werden. Die ausgelesenen Daten werden abgespeichert und stehen Unternehmen und Behörden zur Verfügung.

Fehler im Bereich der Fahrtenkarte oder unvollständige Angaben können empfindliche Strafen für den Fahrer, aber auch für das Fuhrunternehmen zur Folge haben. Der Betrieb eines LKW ist nur mit eingesteckter Fahrtenkarte erlaubt und die Unternehmen sind dazu angehalten, hierfür einen digitalen Tacho zu installieren. Noch vor einigen Jahren mussten Fahrten in ein Fahrtenbuch eingetragen werden. Die digitale Fahrtenkarte ist hingegen deutlich sicherer und weniger fälschungsanfällig. So kann im Straßenverkehr ein seriöser und sicherer LKW-Verkehr ermöglicht werden, ohne Gefahren durch Unfälle.

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