Der eigene Online-Shop, Systeme, Entwicklung, Umsetzung

Der eigene Online-Shop im Internet? Nicht erst seit Corona kaufen immer mehr Leute im Netz ein. Ein Überblick über Systeme, Software und die Umsetzung. 

Warum ein eigener Online-Shop?

Ein Online-Shop für das eigene Unternehmen ist inzwischen für viele Unternehmer zur Pflicht geworden. Die Konkurrenz ist groß und wer über das Internet nicht gefunden wird, hat es schwer, seine Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Auch für klassische Ladengeschäfte lohnt sich ein Online-Shop. Auch wenn nicht jeder online bestellt, informieren sich viele Menschen vorab im Internet über das Angebot und den Preis. 

Shop-Systeme gibt es viele, kostenlos, kostenpflichtig, kompliziert, einfach. Wer sich mit der Technik nicht auseinandersetzen will, greift auf eine Agentur für Online Shop Entwicklung zurück, welche die Erstellung und Wartung unterstützt. 

Welche Webshop-Systeme gibt es?

Wie so oft, ist die Anzahl der Anbieter und Lösungen groß. Es gibt Baukastensysteme, welche es erlauben einfach einen kleinen Online-Shop im Browser zusammen zu klicken. Es gibt Plugins für bestehende WordPress-Webseiten, wie WooCommerce. Dazu kommen noch die eigenständigen Lösungen wie xt:Commerce, PrestaShop, Magento oder Oxid.  

Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Wer bereits seine Webseite mit WordPress betreibt, kann diese mit WooCommerce erweitern. Der Shop integriert sich damit nahtlos in das Design der bereits bestehenden Webseite. 

Baukasten-Shop oder ein eigenes Shop-System?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ansätze, fertige Baukastensysteme oder ein eigener Online-Shop, basierend auf den genannten E-Commerce-Lösungen.  

Ein Baukastensystem wird einfach bei einem der zahlreichen Anbieter angemietet. Man bezahlt einen monatlichen Betrag X für das Hosting und die entsprechenden Funktionen, Anzahl der Artikel, Bezahlschnittstellen etc.  

Die Erstellung des Shops, Pflege und Administration erfolgen über den Admin-Bereich des jeweiligen Anbieters. Man kommt schnell zum Ziel, allerdings ist man auf die Funktionen des jeweiligen Anbieters beschränkt. Eine neue Funktion kann nicht mal eben hinzugefügt werden. 

Stellt der Anbieter den Dienst ein oder erhöht die Preise, ist ein Wechsel zu einem Anbieter meist nicht einfach möglich. In der Regel heißt es dann, alles neu einrichten zu müssen. Der Vorteil der Anbieter ist in aller Regel der Preis, ein Einstieg ist hier recht günstig möglich. Für einfache Shops ist diese Methode geeignet. 

In den meisten Fällen ist es jedoch empfehlenswert, einen eigenen Online-Shop zu betreiben. Viele Shop-Systeme sind kostenlos oder gar Open-Source und lassen sich auf den eigenen Webserver installieren. Aber Vorsicht, der Aufwand ist nicht zu unterschätzen.  

Neben dem eigenen Server, der Einrichtung, Konfiguration, muss man sich auch um Updates kümmern. Nicht jedes Shop-System ist zudem mit den gesetzlichen Regeln hier in Deutschland kompatibel und erfordert spezielle Anpassungen und Plugins. Aus eigener Erfahrung, einen eigenen Online-Shop selbst auszusetzen, erfordert jede Menge Einarbeitung und Aufwand bei der Umsetzung. 

Online-Shop vom Profi erstellen lassen

Für viele Unternehmen dürfte es eine gute Lösung sein, eine spezialisierte Web-Agentur zurate zu ziehen. Diese bringt die Erfahrung mit, welches Shop-System für welchen Einsatzzweck am besten geeignet ist.  

Typische Fragen und Kriterien für die Erstellung eines Online-Shops

Vor dem Erstellen und Anlegen eines Shop-Systems, bzw. der Auswahl der passenden Software gilt sich mit grundsätzlichen Fragen und Überlegungen auseinander zu setzen. 

Welche Produkte möchte ich anbieten?

Möchte ich physische Produkte anbieten, welche versendet werden oder elektronische Produkte, wie Software, E-Books.  

Bezahlsysteme?

Ein guter Shop bietet verschiedene Zahlungsmethoden an. Viele Kunden haben ihre bevorzugte Bezahlmethode, gibt es diese nicht, wird woanders bestellt. Gute Shop-Systeme unterstützen verschiedene Anbieter und Systeme. Paypal, Amazon Pay, Lastschrift, Vorkasse, Kreditkarte oder Sofortüberweisung. 

Schnittstellen?

Ein Online-Shop ist selten für sich allein und bettet sich in den Rest der Firmensoftware ein. Ein Warenwirtschaftssystem, welches den Lagerbestand in Echtzeit mitteilen kann. Eine Anbindung an die Buchhaltung, damit eine Bestellung nicht mühsam nochmal von Hand übertragen werden muss. Eine automatische Erstellung von Versandetiketten. 

Idealerweise gibt es auch eine Schnittstelle zu Preissuchmaschinen, Drittanbietern wie Amazon oder eBay. 

Rechtliche Rahmenbedingungen?

Nicht jedes Shop-System ist für den rechtssicheren Betrieb in Deutschland ausgelegt. Hier sind oft spezielle Einstellungen vorzunehmen oder die Funktionen mittels Plugins zu erweitern. Wie erfolgen die Preisangaben? Brutto oder Netto? Verkaufe ich nur innerhalb Deutschlands, der EU oder der gesamten Welt? Wie werden die AGB, Datenschutzbestimmungen gemäß DSGVO, Impressum eingebunden? Benötige ich Übersetzungen und eine Lokalisierung für verschiedene Sprachen? 

Mobile Endgeräte und Suchmaschinenoptimierung (SEO)?

Bestellungen finden nicht mehr nur am Rechner statt, sondern am Abend gemütlich mit dem Smartphone oder Tablett auf dem Sofa, während die Lieblingsserie läuft. Hier ist es wichtig, dass der Shop nicht nur auf dem Computer gut aussieht, sondern eine automatische Anpassung für mobile Endgeräte vornimmt (Responsive Design).  

Neben der Optimierung für den Endnutzer muss die Seite auch für Suchmaschinen optimiert werden. Wer bei Google und Co nicht gefunden wird, wird nicht viel verkaufen.  

Marketing?

Ein gutes Shop-System bietet verschiedene Marketing-Funktionen an. Z.B. Rabattaktionen oder Gutscheincodes, welche dann beispielsweise im Rahmen eines Newsletters versendet werden können.  

Suchfunktionen?

Wer viele Artikel anbietet, benötigt eine gute Suchfunktion. Entsprechende Such- und Filterfunktionen werden für den Fall benötigt. Einige Produkte erfordern eine Konfiguration, z.B. Auswahl nach Größe, Form oder Farbe. 

Wie kann eine Agentur hier helfen?

Eine Agentur kann aufgrund dieser Fragen und Antworten ein passendes System anbieten, installieren, warten und anpassen. Der Vorteil eines Dienstleisters ist, dass dieser sich mit einer Vielzahl der Fragen bereits mehrfach und ausführlich beschäftigt hat. Während man sich selbst Themen wie Suchmaschinenoptimierung erst aneignen muss, kann man hier auf die Expertise der Experten zurückgreifen. 

Wird später eine spezielle Schnittstelle oder Funktion benötigt, kann die Funktion des Shops erweitert werden, wenn dies erforderlich wird. Auch um den sicheren Betrieb, Hosting und Updates kann sich eine solche Agentur kümmern 

Zu guter Letzt: als guter Unternehmer konzentriert man sich auf das Kerngeschäft, seine Produkte und den Verkauf seiner Waren. 

Fazit 

Im ersten Schritt sollten Sie sich überlegen, welche Anforderungen Sie haben. Was möchten Sie verkaufen, wie viel Geld und Aufwand möchten Sie am Anfang investieren. Nicht immer ist die günstigste Lösung die Beste, besonders, wenn das schicke Baukastensystem am Ende zur Einbahnstraße wird und nicht erweitert werden kann. Eine professionelle Agentur kann hier helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und auch Zeit zu sparen. 

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