Review: Real Cookie Banner von devowl.io für WordPress

Cookie Banner und Consent Lösung für WordPress Webseiten.

Zu den nervigsten Errungenschaften der EU-Politik gehören die Cookie-Banner. Jede Webseite möchte eine Bestätigung ob und welche Cookies gespeichert werden können und dürfen. So eine Einstellung würde ich besser zentral im Browser lösen lassen, statt die Arbeit jedem Webseitenbetreiber aufzubürden und den Anwender auf jeder Webseite zu nerven.

Nicht nur für Besucher der Webseite ist die Sache nervig, sondern auch für Webseitenbetreiber, welche am Ende Zeit und Aufwand in die Umsetzung stecken müssen und vielleicht gar nicht so genau wissen, welche Dienste wie eingebunden werden.

Hier soll die Cookie-Lösung „Real Cookie Banner“ helfen, zumindest für WordPress Webseiten. Das Plugin verspricht den Anwender zu unterstützen bei der Identifikation und Blockierung von Inhalten.

Also schauen wir uns die Sache mal an, der Cookie-Banner dieser Webseite ist übrigens genau mit diesem Plugin gestaltet.

Einrichtung

Nach der Installation des Plugins legt es direkt los. Keine Sorge, solange der Cookie-Banner nicht in den Einstellungen scharf geschaltet wird, arbeitet das Plugin nur im Hintergrund. Wir können also in Ruhe alles erkunde, konfigurieren und einstellen, ohne dass der Anwender mit irgendwelchen halbgaren Sachen belästigt wird.

Auf dem Dashboard begrüßt uns eine Checkliste, sie enthält die Schritte für die Einrichtung und gibt eine grobe Orientierung, was wir noch konfigurieren und einrichten müssen.

Im Hintergrund legt bereits der Scanner los, dazu später mehr. Wir beginnen mit den Basiseinstellungen und legen Dinge wie die Gültigkeit er Cookieeinwilligung, Do Not Track, Altershinweis und viele weitere Einstellungen fest. Für jeden Konfigurationspunkt gibt es eine Erklärung, welches die Entscheidung auch für Laien erleichtert.

Scan der Webseite

Bereits nach der Installation beginnt der Scanner die einzelnen Seiten der Webseite zu scannen und zu analysieren. Dies ist auch die größte Stärke des Plugins. Gerade bei Webseiten, welche bereits einige Jahre auf den Buckel haben, weiß der Webseitenbetreiber selten, was nicht mal irgendwo an Diensten, Videos oder Iframes eingebunden worden ist.

Laut Herstellerangabe erkennt das Plugin über 100 Dienste und hat 60 Content Blocker. Dienste wie Google Adsense, Matomo, Google Analytics, Youtube werden erkannt, sofern diese irgendwo eingebunden sind. Je nach Größe der Webseite muss einiges an Geduld mitgebracht werden.

Jeder Dienst kann nun konfiguriert werden, hierzu erfolgt eine Zuordnung zu einer Gruppe, z.B. Funktional, Statistik oder Essenziell. Die Gruppen lassen sich später konfigurieren, ob diese vorbelegt, notwendig oder abwählbar sind. Eigene Gruppen lassen sich ebenfalls erstellen.

Danke der Vorlagen ist die Umsetzung recht schnell erledigt. So werden Texte für den Zweck der Datenspeicherung bereits passend vorbelegt. Je nach Dienst kann auch Opt-In oder Opt-Out Code konfiguriert werden, welcher je nach Wahl des Nutzers ausgeführt wird. Auch technische Daten wie Cookie-Namen und Gültigkeitsdauer werden vorbelegt.

Kommen neue Seiten hinzu, wird der Scanner automatisch aktiv. Neue Dienste werden erkannt und können anschließend konfiguriert werden.

Designanpassungen

Das Design des Cookie-Banners lässt sich recht vielfältig über den Customizer einstellen. Gefühlt kann jede Kleinigkeit und Farbe bis in das letzte Detail konfiguriert werden. Ich selbst bin am Ende beim Standarddesign geblieben. Die Cookie-Meldung dürfte die meisten Anwender eher nerven und das Design spielt nicht die große Rolle.

Statistiken

Für den Webseitenbetreiber interessant, wie viele Leute die Meldung bestätigen und wie viele nur die notwendigen Cookies verwenden. Stellt sich heraus, die Masse klickt auf „Alles akzeptieren“, eine Minderheit erteilt keine Einwilligung und niemand konfiguriert einzelne Dienste.

Zusätzlich führt die Software Buch über die Einwilligungen, falls sich doch mal jemand beschwert.

Die Preise

Die ganze Funktionalität hat ihren Preis, los geht es derzeit bei 49 Euro im Jahr, je nach Anzahl der Webseiten wird es teurer. Datenschutz hat seinen Preis.

Fazit

Unser Artikel hat nur die wesentlichen Funktionen erfasst. Wir haben uns bereits mehrere Cookie-Plugins für WordPress angeschaut, dieses hier ist das umfangreichste und am einfachsten anzuwendende Plugin. Wir verwenden es inzwischen auf verschiedenen Webseiten.

Besonders angetan haben es uns die Vorlagen und der Scanner. Dienste werden automatisch erkannt und die Konfiguration geht dank der Vorlage schnell von der Hand.

Dank der Opt-In Codes werden einzelne Elemente nur ausgeführt, wenn der Anwender auch zustimmt. Preislich gibt es günstigere Plugins, welche aber mehr Eigenarbeit erfordern, z.B. bei der Identifikation von einzelnen Diensten.

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