Welche Bedeutung haben die Sozialen Medien im Jahr 2022?

Das Internet ist eine faszinierende Erfindung. Das geballte Wissen des Planeten kann über einen einfachen Mausklick abgerufen werden und mit anderen geteilt. So können die Leser dieses Artikels einen Kommentar unter selbigem hinterlassen, was den Autoren freut und natürlich die Bindung zur Community dieser Website steigert. Interaktionen sind sehr wichtig im sozialen Leben – und entsprechend auch bei den sozialen Medien.

Warum nutzt man Social Media?

Das Klischee: Man sitzt die ganze Zeit am Kommunikationsgerät der Wahl, weil man denkt, dass man in dem Moment, in dem man sich mit anderen Dingen beschäftigt, die weltbewegende Neuigkeit verpasst. Und schon haben andere die cooleren Reaktionen von sich gegeben. Das ist leider nicht nur ein Klischee. Im Gegenteil – es ist vollkommen real und die Wissenschaft kennt sogar ein Wort, um diesen Zustand zu beschreiben.  Die ‚Angst etwas zu verpassen‘, auf Englisch ‚fear of missing out‘ oder auch FOMO, stellt das Geschäftsmodell der sozialen Medien dar.

Menschen, die aufs Handy starren. Besser lässt sich FOMO nicht symbolisieren.

Der Autor dieser Zeilen nimmt sich davon nicht aus. Auch er weiß, wie es ist, wenn man einen Post zu einem Thema hinterlassen hat und keiner reagiert darauf. Im Grunde genommen findet man social-media-technisch gesehen überhaupt nicht statt. Für jene, die mit Social Media ihr Geld verdienen, stellt so etwas freilich eine Katastrophe dar. Alle anderen zucken mit den Schultern und machen mit ihrem Leben weiter.

Aber welche Altersgruppe nutzt überhaupt Social Media?

Nun, man kann festhalten, dass knapp zwei Drittel der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren diese Kommunikationskanäle jeden Tag nutzt. Sie bloggen – ob lang und ausformuliert via Weblog oder kurz und prägnant über ein Mikrobloggingsystem wie Twitter ist dabei zweitrangig – sie vloggen und sie sind auf Instagram und TikTok aktiv.

Und manche können damit sogar echtes Geld verdienen. Damit man auf dem Radar der Firmen, die gut-dotierte Werbeverträge haben könnten, relevant wird, braucht es die eine Grundvoraussetzung: Bekanntheit. Im Grunde ist dies logisch – ein Testimonial eines bekannten Influencers ist deutlich mehr wert, als das einer komplett unbekannten Person. Bei letzterer nickt man als Zuschauer, sagt „Schön für Dich“, wenn es heißt, dass die unbekannte Person der Marke vertraut und der ganze Werbeaufwand verpufft.

Nehmen wir an, der „Held der Steine“  würde mitteilen, dass er gerade ein neues Klemmbausteinprodukt vor sich stehen hat. Nehmen wir ferner an, er bewertet es gut, teilt uns gar mit, dass es besser wäre, als andere Klemmbausteine, kann es sein, dass man diesem Produkt deutlich positiver gegenüber steht. Dies gilt besonders dann, wenn man sowieso ein Fan seiner Arbeit war. Dies gilt nicht nur für den Helden. Auch andere

YouTube-Größen, etwa Montana Black, Varion, FlipFloid oder Malternativ können zur Werbung herangezogen werden. Ein schönes Beispiel dafür ist das Video „Ich habe WIEDER ein Jahr ALLE Placements angenommen“, von RobBubble, das uns zeigt, wie Placements und Briefings so funktionieren.

Und was für YouTube gilt, gilt auch für andere Social Media Seiten, etwa den Kurzvideodienst TikTok. Entsprechend braucht man auch hier eine große Gefolgschaft an Leuten – oder muss zumindest so aussehen, als habe man eine solche. Des Rätsels Lösung ist eine Doppelschlagstrategie aus verdammt gutem Content und eventuell gekauften Followern (https://fanhype.de/tiktok-follower-kaufen/). Zwar gilt hier, wie bei allen anderen Social-Media-Plattformen auch, dass ein gewisses Risiko durch einen Regelverstoß dabei ist, aber wenn man unbedingt mehr Follower haben will, als man durch eigenen Content generieren kann, wäre ein Followerkauf eine Option.

Aber stellen wir doch einmal eine grundsätzliche Frage:

Ist Social Media gut für uns?

Ja und nein. Es gibt genügend Menschen, die über das Internet und eventuell sogar Social Media ihre/n Partner*in kennengelernt haben. Bestes Beispiel dafür ist die Dating-App „Tinder“. Aber auch andere Social-Media-Seiten haben ganz klare Vor- wie auch Nachteile.

Vorteile

  • Das Kennenlernen von Leuten

Ein ganz klares Plus. Man erfährt von Personen und Organisationen, von denen man ohne Internet und Social Media gar nicht gewusst hätte, dass es sie gibt.

  • Das Ausleben der eigenen Kreativität

Es gibt so viele Foren, Websites und Blogs, auf denen man sich mit Cosplay, Fotografie, dem Zeichnen von Fancomics oder dem Schreiben von Fanfiktion, also Geschichten von Fans eines Werkes für Fans desselben Werkes beschäftigen kann.

  • Allgemeine Vernetzung

Das beste Beispiel hierfür sind der „Arabische Frühling“, die Reaktionen auf den Tod des George Floyd und etwa Aufrufe, etwas zu verbessern.

Da aber kein Produkt auf der Welt nur Vorteile hat, gibt es auch bei den unterschiedlichen Social-Media-Iterationen Nachteile.

Nachteile

  • Wer immer online ist und sein ganzes Leben auf einer Plattform dokumentiert, macht sich auch deutlich gläserner, andere. Und das ist gerade in aktuellen Zeiten, in denen der Datenschutz uns allen wichtiger werden muss, denn je, eine ziemlich kritische Sache.
  • Wir sprachen eingangs ja schon von FOMO, der Fear of missing out. Dies kann zu einer Social-Media-Sucht führen, mit der definitiv nicht zu spaßen ist.
  • Das Cybermobbing ist auch ein Punkt, dem man weiterhin Beachtung schenken sollte. Man muss auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen ja nicht mal mehr eine Meinung haben, die kontrovers anzusehen wäre. Würde man einfach nur sagen, dass man der Meinung sei, dass ein gefeierter Regisseur überbewertet wäre, könnte man sich schon einmal auf einen kleinen Shitstorm freuen.

Größer wird dieser natürlich, wenn die Meinung noch kontroverser ist. Aber – das kann man ja mit einkalkulieren. Außerdem gilt hier auch das Curd-Jürgens-Zitat:

„Egal, was die Presse über mich schreibt. Hauptsache, sie schreiben meinen Namen richtig.“

Da steht man der Thematik allerdings auch indifferent gegenüber und entsprechend schwierig ist das Cybermobbing.

Vollkommen anders ist es beim wirklichen Mobben über das Internet. Hier reicht, wie auch schon in der Schule, mitunter einfach nur aus, da zu sein, und im falschen Moment das richtige zu sagen. Schon ist man im Visier einer Person, deren oberste Priorität darin zu bestehen scheint, einen fertig zu machen. Entsprechend wird kommentiert und eventuell sogar die eigene Popularität, so vorhanden, genutzt, um Front gegen die andere Person zu machen.

Fazit

Das Thema Internet und Social Media ist ein schwieriges. Natürlich bringt es Firmen über Social-Media-Marketing Vorteile, wenn man seine Produkte in die Bubble der Nutzer*innen spülen kann. Man darf nur nicht vergessen, dass im Internet ein einziges, falsches Wort ausreicht, um einen sogenannten „Shitstorm“ – oder wie es in den Nachrichten gerne genannt wird: „einen amtlichen Shitstorm“ zu kassieren.

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