Beliebte Computerspiele, damals und heute

Seitdem ich mich mit dem Thema Computerspiele beschäftige, haften Computerspielen negative Grundtendenzen an. Zeitverschwendung hier, Killerspiele dort. Meist von Leuten geäußert, welche selbst kaum oder weniger Erfahrung mit dem Medium haben.

Mich selbst begleiten Computerspiele seit Anfang der 90er Jahre. Damals bekamen wir den ersten PC, Freunde einen C64 und ich später einen Amiga 500. Nicht erst seit Fortnite spielten wir länger, als wir sollten, vernachlässigten die Hausaufgaben und gingen nicht raus in die Natur. Auch wenn die Pixel damals größer waren, wurde kritisch beäugt, was man da abknallte.

So gesehen nichts Neues an der Computerspielefront, außer das die Branche größer geworden ist als die Filmindustrie und damit eine immer größere Rolle spielt.

Ich selbst sehe auch keinen großen Unterschied, ob man sich einen Film bzw. Serie anschaut, einen Roman liest oder als Commander Shepard in Mass Effect die Zivilisationen der Milchstraße rettet. Am Ende kann man seine Zeit immer sinnvoller nutzen, aber was heißt das schon.

Computerspiele damals

Blicke ich zurück, sehe ich viele Spiele von damals immer noch verklärten Blick. Sei es die Formel 1 Simulation, welche irgendwie auf dem ersten PC als Raubkopie vorinstalliert war oder das Strategiespiel Ghengis Khan, welches mir als 11-Jährigen volle Englischkenntnisse abverlangte. Rückblickend waren viele Spiele einfach gestrickt. Meist von einzelnen Programmierern in ihrer Freizeit programmiert. Auf Systemen, die nicht mehr konnten als etwas Grafik und piepsenden Sound.

Mit meinem Amiga 500 gab es später vergleichsweise ordentliche Grafik und guten Sound. Die Story blieb meist dünn. Dennoch zockten wir den Kram, auch mangels Alternativen stundenlang.

Mitte der 90er reihte sich ein neuer PC ein, diesmal mit unglaublichen 100 Mhz, 8MB RAM, 512 MB Festplatte und Soundkarte! 512 MB reichen heute nicht einmal mehr für die Facebook App auf dem Smartphone. Spiele damals zum Laufen zu bekommen war nicht immer einfach. Oft musste man genug konventionellen Speicher freiräumen. So lernte man den Umgang mit dem System, seinen Tools und verbrachte Stunden damit die “config.sys” zu optimieren. Vielleicht ein Vorteil von damals, durch den Zwang sich mit dem System zu beschäftigen lernte man nebenbei so einiges.

GOG.com und Archive.org

Alte Spiele von damals sind leider nicht mehr so einfach auf neuen Systemen zum Laufen zu bekommen. Aber Not macht erfinderisch oder schafft neue Geschäftsmodelle und sehr viele alte Spiele lassen sich heute auf der kommerziellen Seite GOG.com (steht für Good old Games) für wenig Geld unter Windows 10 lauffähig erwerben. Die Spiele sind DRM frei und lassen sich auch weiter nutzen, falls der Anbieter seine Dienste irgendwann einstellt.

Die DOS-Spiele kommen mit einer vorkonfigurierten DOS-Box daher und lassen sich mit einem Klick starten. Andere C64-, Amiga- und auch DOS-Spiele lassen sich zudem kostenlos in der Browser-Emulation von Archive.org spielen. Erschreckend wie viele Spiele es damals bereits gab.

Leider stellt man bei vielen Titeln auch fest, dass diese nur in der Erinnerung gut waren. Manche Sachen lässt man daher lieber ruhen!

Computerspiele heute

Computerspiele heute sind ein Milliardengeschäft. Das ist gut und schlecht zugleich. Spiele werden heute jahrelang entwickelt und eines meiner Lieblingsspiele Mass Effect ist eine Mischung aus interaktiven Film mit epischer Story, 3D-Shooter, Rollenspiel gepaart mit Grafik, welche vor Jahre nicht vorstellbar erschien. Das ist gut, schlecht sind die Auswüchse und Versuche dem Spieler durch diverse Loot-Box-Modelle das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die meisten Spiele lassen sich online mit anderen Mitstreitern spielen. Sowohl gegeneinander als auch miteinander. Der große Renner derzeit sind Battle Royale Spiele wie Fortnite oder Pubg. Gespielt wird zudem immer weniger am PC oder der Konsole, sondern an Smartphone oder Tablett. Spiele sind damit allgegenwärtig und stets verfügbar. Was nicht immer gut ist und für jede Menge Ablenkung im Alltag sorgt.

Browserspiele

Während Spiele oft installiert werden müssen, gibt es eine weitere Möglichkeit online zu spielen. Schlicht im Browser. Browser können heute nicht nur Text, Bilder und Videos darstellen, sondern erlauben auch komplexe Spiele. So lässt sich nicht nur Quake im Browser spielen, sondern auch Live Casino Spiele laden virtuell zum Spiel ein, sei es mit Blackjack, Roulette, Monopoly oder anderen typischen Spielen.

Jederzeit und rund um die Uhr. Sowohl am Notebook oder auch unterwegs auf dem mobilen Gerät. Sogar um echtes Geld kann gespielt werden.

Wo geht die Reise hin?

Auch wenn meine Zeit eher knapp geworden ist, spiele ich immer noch regelmäßig das ein oder andere Spiel. Mittlerweile meist auf der Konsole um technische Probleme in Form von inkompatiblen Grafikkartentreibern oder langsamer Hardware zu umgehen. Und natürlich auch auf dem Smartphone, falls mal wieder Zeit zwischendrin totzuschlagen ist.

Ein großes Thema der letzten Jahre war Virtual Reality. Die Brillen sind mittlerweile sehr leistungsfähig und wer Gelegenheit hatte diese mal zu testen, ist schwer begeister. Trotz allem ist das Thema bisher noch nicht im Mainstream angekommen. Die Hardware ist oft noch zu teuer und unpraktisch. Bei vielen Modellen ist man mit Kabel matrixmäßig an den PC angebunden. Dies durfte auch ordentlich befremdlich wirken, wenn der Partner daheim solch ein Ding aufhat und sich damit aus der Realität ausklinkt. Ich bin gespannt, was passiert. Komplett in eine 3D-Welt eintauchen zu können ist immer noch ein faszinierender Gedanke. Weit entfernte Freunde kann man virtuell treffen, Pokerface im Online-Casino zeigen oder einfach nur einen Film auf einer großen virtuellen Leinwand schauen.

Ich bin gespannt…

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