Der Zufall im Internet

Zufall ist ein großer und stark aufgeladener Begriff und weckt in verschiedenen Zusammenhängen und bei verschiedenen Personen unterschiedliche Assoziationen. Der Weltbürger mag gleich an Schicksal denken während Mathematiker und Physiker ganz andere Assoziationen hegen. Es gibt sicherlich unzählige Definitionen vom Begriff Zufall. Das geht vom religiösen, esoterischen, mathematischen, physikalischen bis hin zum philosophischen Zufall. Welche Rollte spielt nun aber der Zufall im Internet?

Nun, da das Internet inzwischen so ziemlich unser ganzes Leben durchsetzt, würde ich behaupten, dass der Zufall auch hier in allen Bereichen Einzug hält auch wenn die Regeln, die Sprache und Programmierung, des Internet stark algorithmisch sind. So ist es doch ein schöner Zufall, wenn die kleine Tochter berichten kann, dass Papa sich zufällig auf derselben Internet-Partnerbörse angemeldet hat wie die Mama. Ähnlich wie bei einem realen Kennlernen habe Zeit, Ort und Chemie gepasst. Gern wird ja von den Partnerbörsen behauptet, dass sie bei letzter, der gegenseitigen Sympathie, gern nachhelfen mit ausgeklügelten psychologischen Algorithmen.

Aber ist das Zusammentreffen von zwei Menschen ein wirklicher Zufall oder übersteigt es einfach unsere Fähigkeiten die Komplexität von Ursache und Wirkung nachzuvollziehen. Ein gutes Beispiel ist das einmalige händische Würfeln. Jeder meint im Alltag es sei Zufall welche Punktzahl fällt. Der Physiker wird dagegenhalten, dass wir die Komplexität aus Handbewegung, Abwurfgeschwindigkeit, Rotationsgeschwindigkeit, Reibung, etc. einfach nicht genau genug erfassen und berechnen können.

Bekanntermaßen kann man nun auch im Internet würfeln oder eine Roulettekugel fallen lassen und somit haben wir einen weiteren Zufall im Internet bei Glücksspielen, wie CherryCasino. Hier ist die Frage, ob man wirklich von Zufall sprechen kann, denn es ist eher ein „Zufall by design“. Wo wir vorhin noch den Einzelwurf betrachtet haben, steht jetzt eine große Anzahl an Würfen kalkulatorisch im Hintergrund und man spricht von Stochastik. Doch auch das der virtuelle Würfel mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit und Unregelmäßigkeit sechs Punkte wirft, muss erstmal programmiert werden. Die Programmierer dieser Welt bedienen sich dabei sogenannter „Zufallsgeneratoren“, welche eine Zufallszahl ausspucken, die dann in der weiteren Programmierung verwendet werden kann. Meistens handelt es sich dabei um Pseudo-Zufallsgeneratoren, weil der Algorithmus für die Berechnung deterministisch ist und auf keinen echten Zufall aufbaut. So werden gern irrationale Zahlen, wie Pi oder Wurzel aus zwei verwendet, um eine Zufallszahl zu generieren. Es handelt sich dann um einen arithmetischen Zufallsgenerator.

Als echte Zufallsereignisse sehen die Physiker zum Beispiel Prozesse in Quantenphysik an, z.B. der zufällige Zerfall eines Atomkerns. Aber wer weiß, vielleicht übersteigt dies auch bisher einfach nur unser Verständnis für Ursache und Wirkung.
Solche Zufallsgeneratoren lassen sich so programmieren, dass sie eine bestimmte Zahl aus einem vorher definierten Zahlenbereich, z.B. 1-6, mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit zurückgeben. Wenn man dies noch geschickt visualisiert hat man ein einfaches Würfelspiel. Nun geht es dem Benutzer, wie bei einem realen Casino: Er muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und ein glückliches Händchen haben um einen stolzen Gewinn einzufahren.

Auch das allgemeine Surfen im Internet ist stark zufällig. Man sucht irgendwas Bestimmtes im Internet und Schwups, wird die Aufmerksamkeit durch einen neuen Link auf eine neue Seite gelockt. Dies ist nicht per se schlecht. Denn durch dieses lockere, unbefangene Surfen gelangt man zu Seiten und Informationen, die man sonst nie entdeckt hätte und erweitert dadurch seinen Horizont.

Auch wenn das gesamte Internet auf Computern und Servern beruht, die streng deterministisch arbeiten, muss man konstatieren, dass das Internet eine Ebene oder Komplexität erreicht hat, so dass im man im Alltag viele zufällige Ereignisse erkennen kann.

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