Wie Virtual Reality in der Medizin mehr Türen öffnet

Die Anwendung von Virtual Reality findet mittlerweile in mehreren Branchen statt. Während diese Technologie zwar hauptsächlich noch mit Bereich der Unterhaltung in Verbindung gebracht wird, konnten damit mittlerweile auch viele Türen im Bereich der Medizin geöffnet werden. Simulationen und die direkte Behandlung von Patienten sind dadurch wesentlich leichter durchführbare Aufgaben. Dadurch, dass auch stetig nach neuen Anwendungsbereichen von Virtual Reality im Bereich der Medizin gesucht wird, gehen Experten von einem maßgeblichen Einfluss auf das Gesundheitssystem der Zukunft aus.

Moderne Schulungen durch virtuelle Realitäten

Speziell im Ausbildungsbereich der Medizin wird durch Virtual Reality ein ganz neuer Ansatz geschaffen. Durch den Ersatz der bisherigen 2D-Bilder kann Anatomie mithilfe von dreidimensionalen Visualisierungen anschaulicher unterrichtet werden. Dies bedeutet unter Anderem eine anschauliche Darstellung von internen Prozessen des menschlichen Körpers. Organe und Gewebe können von Studenten nicht nur gesehen werden, sondern auch eine neuartige Interaktion ist beispielsweise möglich. Die Organe können aus mehreren Winkeln betrachtet und um 360 Grad gedreht werden.

Durch die Verknüpfung von Virtual Reality mit dem Bildungsbereich der Medizin können sogar verschiedene Operationen und andere medizinische Eingriffe geübt und beliebig oft wiederholt werden. Dabei kann es sich um verschiedenste Prozesse wie eine Herzoperation oder die Transplantation einer künstlichen Hüfte handeln.

Nutzung für Datenströme im medizinischen Bereich

Abgesehen von Schlungszwecken kann Virtual Reality in der Medizin auch für die Planung von Operationen eingesetzt werden. Vor einem solchen Eingriff erhalten zuständige Ärzte oft eine Vielzahl an Informationen und Daten, die möglichst sinnvoll dargestellt und zur Unterstützung eingesetzt werden müssen. Mithilfe von Virtual Reality können jene Daten mit passendem Bildmaterial kombiniert und dargestellt werden – die zu behandelnden Organe können dadurch während des Eingriffs nochmals dreidimensional visualisiert und als Hilfe genutzt werden.

Um jene realistischen Bilder erzeugen zu können, haben beispielsweise Universitätsforscher in Basel sich diesem Feld besonders genau gewidmet. Mit einem speziellen, entwickelten Verfahren werden in etwa Gelenke aus verschiedensten visualisiert und auch vergrößert. In Bezug auf den Datenverkehr kann auch die globale Vernetzung der Medizinwelt gefördert werden. Durch die Verbindung von Datenräumen über mehrere Städte oder Länder wird so ohne geografische Einschränkungen an einer gemeinsamen Therapie für einen Patienten gearbeitet.

Die virtuelle Bekämpfung von Phobien

Die Nutzung von virtuellen Realitäten im Gesundheitsbereich kann mittlerweile auch in Form einer direkten Behandlung am Patienten erfolgen. Mit der möglichen Bekämpfung von Phobien wird die körpereigene Produktion von Cortisol entlastet und der eigene Stresslevel verringert sich dadurch ohne die Zugabe chemische Substanzen. Möglich ist dies durch die damit verbundenen Rahmenbedingungen von VR, da sich Patienten ihren Ängsten in der virtuellen Welt tendenziell leichter stellen können. Die Kontrolle von Emotionen und Reaktionen können in Kombination mit der Bewältigung von Ängsten mit geringerem Aufwand durchgeführt werden.

Insbesondere in den USA hat sich diese Methode bereits soweit etabliert, sodass verschiedenste Beschwerden wie Höhenangst, Klaustrophobie oder posttraumatische Belastungsstörungen so behandelt werden können. In einem Forschungszentrum in London ist es nun auch sogar möglich, durch einen Besuch in einer virtuellen Bar im Falle sozialer Störungen entsprechende Hilfe zu leisten.

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