Beamer Leinwand: Worauf vor dem Kauf achten

Zuhause einen Film mit der Familie schauen, Freunden die letzten Urlaubsfotos zeigen oder zusammen mit dem Nachbarn ein Fußballspiel genießen, warum sich jemand für den Kauf eines Beamers entscheidet, ist vielseitig. Auch im beruflichen Umfeld gibt es viele Anwendungszwecke: Präsentationen, Kundenberatung, Schulungen und mehr. Eins ist jedoch genau so wichtig wie der Beamer an sich: Die passende Leinwand.

Der beste Beamer macht sich nicht bezahlt, wenn die Leinwand dazu nicht gut gewählt ist. Wer schonmal die Projektion eines Beamers an eine weiße Wand gesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein das die Projektion blass, verschwommen oder unschön aussah. Das ist natürlich kein Wunder, wenn man bedenkt das die Reflektions-Eigenschaften einer weißen Wand nicht mit denen einer Beamer-Leinwand mithalten können.

Welche Arten von Leinwänden gibt es?

Es gibt nicht die eine Leinwand, das dürfte ihnen bereits klar sein, aber wissen sie, wie viele Arten von Leinwänden es tatsächlich gibt? Da wären zum einen die stationären Leinwände, jene, die dauerhaft an einem Ort eingesetzt werden sollen. Sie werden mit Schrauben oder anderen Hilfsmitteln fest installiert, und bleiben dort, wo sie angebracht werden, örtlich unveränderbar. Transportieren kann man diese Leinwände nicht, dafür bieten sie aber auch den Vorteil das sie nicht immer wieder neu ausgerichtet werden müssen. Für ein Wohnzimmer, einen Schulungsraum oder den Einsatz in einem Lokal, etwa für das gemeinsame Verfolgen von Sportveranstaltungen, sind sie damit bestens geeignet. Einen Testbericht über Beamer Leinwände sollten sie sich zusätzlich noch anschauen. Da ich hier nur auf die verschiedenen Grundarten eingehe.

Preisgünstige Rollo-Leinwand

Ein preisgünstiger Vertreter der stationären Leinwände ist die Rollo-Leinwand, die sie vielleicht noch aus der Schule oder dem Studium kennen. Sie wird per Hand einfach ausgezogen und an der gewünschten Stelle arretiert. Diese Mechanik bietet den Vorteil das sie kostengünstig ist und ohne Kabel und Steuersysteme auskommt, sodass sie auch ohne einen Fachmann montiert werden kann. Leider bietet sie aber auch einige Nachteile: Das Ausziehen ist bei einer Deckenmontage schwierig, daher sollte diese Leinwand eher an der Wand angebracht werden, was die Größe der Leinwand beschränkt. Auch ist eine Kordel oder ein Ausziehstab oft notwendig, wenn die Leinwand eine gewisse Größe überschreitet. Und wer möchte eine Leinwand haben, die nicht einmal größer als ein herkömmlicher Fernseher ist? Auch ist die exakte Positionierung bei manuellem Ausziehen schwierig, da die Arretierung immer ein wenig Spiel hat.

Verwandte Modelle der Roll-Leinwand sind die Kurbel-Leinwände und Federroller-Leinwände. Der Vorteil von Kurbel-Leinwänden im Vergleich zu Roll-Leinwänden ist die erhöhte Robustheit, was gerade in Schulen gegen Vandalismus und unachtsame Behandlung der Leinwand hilfreich ist. So kann hier die Arretierung nicht so einfach durch zu schnelles oder weites Ausziehen beschädigt werden, auch reißen Kordeln schneller ab als die Kurbelstäbe. Durch die Kurbelmechanik werden gerade große Leinwände auch gleichmäßiger und ohne verkanten heruntergelassen. Die Federroller-Leinwände verzichten auf die Arretierung mittels Mechanismus und müssen unten eingehängt werden, damit sie sich nicht von allein wieder aufrollen.

Alle Rollo-Leinwände und die genannten ähnlichen Modelle eignen sich meistens nur für Präsentationen, in Ausnahmefällen aber auch für ein Heimkino.

Komfortable Motor-Leinwand

Eine elektrische Variante und Weiterentwicklung der Rollo-Leinwand ist die Motor-Leinwand. Sie bietet eine elegante und komfortable Lösung, indem sie je nach Ausstattung sowohl für Einsteiger als auch für Profis Möglichkeiten bieten. Sie ist wie die Rollo-Leinwand ebenfalls als fest installierte, dauerhafte Variante vorgesehen und benötigt die Verlegung von Kabeln für die Stromversorgung. Dafür bietet sie aber auch einiges an Komfort-Funktionen und Vorzügen: Der Auszug sowie das Einrollen der Leinwand erfolgt elektrisch, somit entfällt das lästige Kurbeln. Die elektrische Mechanik schont durch ihre Gleichmäßigkeit das Leinwandtuch, während sie komfortabel mit einer Fernbedienung oder per Taster die Leinwandbewegung veranlassen. Diese Modelle sind oft deutlich leichter einzupassen, womit eine optimale Bildprojektion gewährleistet ist. Sie unterstützen zudem große Bildbreiten und es werden teils hochwertige Materialien verwendet, die für eine manuell auszuziehende Leinwand eventuell zu anfällig wären. Oft werden Motor-Leinwände für Konferenzräume oder das Heimkino verwendet.

Unterkategorien der Motor-Leinwände sind die Tension-Leinwände und die Multiformat-Leinwände. Tension-Leinwände verfügen über ein seitliches Seilspannsystem, wodurch das Leinwandtuch sehr plan liegt und Wellen vermieden werden. Gerade für das Heimkino sind sie damit bestens geeignet.

Deckeneinbau-Leinwände

In die Decke eingebaute Leinwände sind den Motor-Leinwänden in der Art des Ausfahrens und Einrollens ähnlich, da sie ebenfalls elektrisch gesteuert werden. Mit fast jedem erdenklichen elektrischen Auslöser lassen sich die nur wenig sichtbaren Leinwände ausfahren, und später auch wieder einfahren: So sind Fernbedienungen, Taster, Schalter aber auch Trigger, die sich in ein vorhandenes Smartes Bedienkonzept eingliedern denkbar.

Gerade in kleinen Räumen sind diese Deckeneinbau-Leinwände durch ihre platzsparenden Eigenschaften ideal. Allerdings benötigen sie eine Abgehängte Decke und einen Fachmann um eine solche Leinwand installieren zu lassen.

Hochwertige Rahmen-Leinwände

Bei einer Rahmen-Leinwand entfällt das Ein- und Ausfahren des Leinwandtuches. Stattdessen wird dieses fest installiert und dauerhaft gespannt. Dadurch bietet sie die beste Bildqualität, da eine Wellenbildung verhindert wird. Auch ist das Bild immer exakt dort, wo sie es haben möchten, da die Leinwand sich nicht bewegt. Die Anfälligkeit gegenüber Temperaturschwankungen im Raum, welche die Leinwand beeinflussen können, wird somit minimiert. Somit ist diese Leinwand perfekt geeignet für ihr Heimkinoerlebnis! Ein schwarzer Rahmen um die Leinwand sorgt für einen großartigen Kontrast zum Bild. Dafür ist die Leinwand allerdings auch dauerhaft sichtbar und ebenso anhalten äußeren Faktoren wie zum Beispiel dem Sonnenlicht und Staub ausgesetzt.

Mobile Leinwände

Für die Verwendung an unterschiedlichen orten empfiehlt sich eine Mobile Leinwand, wie bereits bei den stationären Leinwänden gibt es hier auch wieder mehrere Möglichkeiten.

Ein bekanntes Beispiel der Mobilen Leinwand ist die Stativ-Leinwand. Sie besteht aus einem einzigen Stück und kann leicht aufgebaut werden. Sie sind preisgünstig, höhenverstellbar und oft kann eine passende Transporttasche dazu gekauft werden. Leider benötigen sie eine breitere Standfläche und wirken oft nicht mehr zeitgemäß. Die Größen sind auf circa 2,5m begrenzt.

Sogenannte Ultramobile-Leinwände sind da schon moderner. Sie werden einfach auf den Boden gestellt und dann hochgezogen, was ein großes Plus für die Flexibilität darstellt. Der Transport und Aufbau sind denkbar einfach und eine separate Tasche ist nicht notwendig, da ein stabiles Gehäuse die Leinwand beim Transport schützt. Dafür ist die Auszugshöhe stark vorgegeben und die Neigung kann nicht eingestellt werden.

Wenn die genannten mobilen Leinwände zu klein sind, kann auch eine Rahmen-Leinwand gewählt werden. Diese sind jedoch allein schwer aufzubauen und benötigen meistens mehrere Leute. Dafür bieten sie die Vorteile einer Rahmen-Leinwand, sind plan und ohne Wellen, und das Projektionstuch ist für Front- und Rückprojektion geeignet.

Die Qual der Wahl?

Jetzt haben sie schon einen kleinen Überblick über die verschiedenen Leinwände bekommen können. Neben den genannten Unterschieden gibt es jedoch noch weitere: Die angesprochene Projektionsart, ob Frontal oder von der Rückseite, macht ebenfalls einen großen Unterschied und so eignet sich nicht jede Leinwand für den gewünschten Anwendungszweck. Daher kann ich ihnen nur ans Herz legen, sich einen guten Testvergleich von mehreren Leinwänden anzuschauen, um sich auch über andere Aspekte wie das Leinwandformat, die Aufstellregeln (Sitzabstand zur Leinwand) und die Art des Leinwandtuches einen Überblick zu verschaffen. Einen umfangreichen Test für Beamer Leinwände finden sie im Link.

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