Wie lerne ich programmieren?

Keine Frage, Softwareentwickler und Programmierer werden gesucht. Firmen ringen um Bewerber, es lockt ein gutes Gehalt, meist werben die Firmen mit flexiblen Arbeitszeiten und natürlich darf auch der Kicker-Tisch nicht fehlen. Doch wie werde ich Programmierer? Kann ich umlernen? Auch im Alter?

Programmieren, bzw. neudeutsch Coding wird heute als Pflichtfach für die Schulen gesehen. Dies war früher noch anders, als wir erst zu einem sehr späten Zeitpunkt im Abitur Informatikunterricht genießen dürften. Anfangs ging es um Textverarbeitung, das hat sich zum Glück geändert und es ist deutlich technischer geworden.

Wer sich für den Beruf des Softwareentwicklers interessiert, findet heute viele Wege, die notwendigen Fertigkeiten zu erlernen, sei es mit Youtube-Tutorials, kompletten Online-Kursen auf diversen Plattformen, klassischen Büchern oder wer mag, kann auch mit einem Privatlehrer in Berlin programmieren lernen.

Die Grundvoraussetzungen

Kann jeder programmieren lernen? Eine Frage, welche sich besonders Quereinsteiger stellen. Nun sicher nicht jeder, aber die Grundfertigkeiten sind keine Hexerei. Logisches Verständnis, Grundfertigkeiten der Mathematik, Neugier und Lust auf Technik sollten schon da sein. Lust am Lernen kann auch nicht schaden, die Technik entwickelt sich schnell weiter.

Alle notwendige Software findet sich heutzutage kostenlos im Internet. Programmiersprachen, Entwicklungsumgebungen und andere Tools können einfach heruntergeladen werden. Einen Computer hat heute eh jeder.

Programmieren lernen im Internet

Wir leben heute in einem lerntechnischen Schlaraffenland. Gab es vor 10 Jahren hauptsächlich Fachbücher, kann man heute ohne Probleme komplette Lehrgänge online absolvieren, sei es kostenlos auf Youtube oder (meist von besserer Qualität) auf diversen kostenpflichtigen Lernplattformen.

Mit genug Selbstdisziplin kann man sich die notwendigen Fertigkeiten selbst beibringen. Übrigens auch eine Fähigkeit, welche einen guten Softwareentwickler auszeichnet. Kurse gibt es für alle denkbaren Sprachen und allen denkbaren Schwierigkeitsgraden.

Programmierunterricht mit einem Tutor

Nicht jeder fühlt sich mit einem Buch oder Videokurs wohl und möchte eine persönliche Zusammenarbeit mit einem Tutor. Auch dies ist heute kein Problem mehr. Für jede Lernstufe und aktuelles Niveau gibt es auf Onlineplattformen wie superprof.de einen passenden Lehrer. Dies kann für Schüler interessant sein, welche etwas Nachhilfe für den Informatikunterricht der Schule benötigen oder auch für Leute, welche sich allgemein für die Programmierung interessieren. Im Gegensatz zu reinen Online-Kursen geht es hier persönlicher zu, das Angebot und Tempo kann angepasst werden und ganz wichtig, man kann Fragen stellen und bekommt Feedback. Es gibt Tutoren für alle möglichen Programmiersprachen und Fachrichtungen.

Klassisches Informatik Studium oder Ausbildung

Vorneweg, ich selbst habe eine klassische Informatikausbildung genossen, zuerst eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, später ein Informatikstudium. Dies Ausbildung dauert vergleichsweise lange und man lernt viel Theorie. Während die Ausbildung noch eher praxisorientiert ist und das Programmieren und Praxis einen Hauptteil einnehmen, heißt es im Informatikstudium: Mathematik, Physik, theoretische Informatik, Elektrotechnik. Erst in späteren Semestern wird der Programmieranteil deutlich höher. Daher ist diese Form der Ausbildung nicht für jeden geeignet und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das wenigste davon benötigt man im späteren Berufsleben.

Diese Form der Ausbildung bietet allerdings einen formalen Abschluss, welcher bei vielen Arbeitgebern gern gesehen wird.

Quereinsteiger?

Dies gesagt, stellt sich natürlich die Frage ob der Quereinsteiger, welcher sich die Technik und das Programmieren selbst beibringt, überhaupt eine Chance bei Arbeitgebern hat. Ich sage ja, allerdings muss man sich schon anstrengen. Softwareentwickler sind gesucht und Firmen suchen händeringend gute Leute. Wer keinen formalen Abschluss hat, der kann auf andere Wege zeigen, dass er ein guter Programmierer ist. Ideale Möglichkeiten sind Projekte auf Github, sei es durch die Mitarbeit in einem Open-Source-Projekt oder gleich ein eigenes Projekt im Internet.

Hier sind der programmierte Code und die Arbeit einsehbar und der potenzielle Arbeitgeber kann sich gleich von der Qualifikation überzeugen.

Wer übrigens meint, dass er bereits zu alt sei, um etwas neues zu lernen, man ist nie zu alt und dies ist nur eine Ausrede!

Fazit

Programmieren ist heute eine wichtige Fähigkeit für die Zukunft. Nicht jeder muss programmieren lernen, aber die Grundlagenvermittlung in der Schule wird so wichtig wie der Mathematikunterricht. Nicht jeder wird Programmierer oder Softwareentwickler, so wie nicht jeder Physiker wird, weil er dies in der Schule hatte. Wichtig ist aber ein Grundverständnis, um solche Herausforderungen im Job und den Umgang mit der Technik im Job meistern zu können. Die Digitalisierung schreitet voran und ein Projektleiter für ein Softwareteam wird sich deutlich leichter tun, wenn er die Grundfertigkeiten kennt und kann.

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