Wie EA Sports zum führenden Sport-Videospielanbieter aufstieg

EA Sports – It’s in the Game” – diesen Spruch hat wohl jeder Sportvideospielfan schon einmal gehört. Ganz gleich, ob Madden, FIFA oder NBA Live – wer sich für Sportspiele auf der Konsole oder dem PC interessiert, kommt um EA Sports nicht herum. Im Laufe der Zeit ist die Tochtersparte des Videospielentwicklers Electronic Arts zu dem führenden Anbieter für Sportgames geworden. Wir wollen einen Blick auf die Entwicklung der Sportspiele von EA Sports werfen und stellen die beste EA Sports Games vor.

Sport im Videospiel?

Sport und Videospiele gehören einfach zusammen. Bei einem der ersten Videospiele überhaupt, Pong, handelt es sich ebenfalls um eine Sportsimulation. In diesem Falle wurde ein Tischtennismatch dargestellt. Doch schon bald darauf folgten auch Fußball-, Tennis- und andere Sportsimulationen.  So hat Electronic Arts bereits zu Beginn der 1990er Jahre verschiedene Sportspiele aufgelegt, darunter unter anderem eine Fußballsimulation, sozusagen der Vorgänger der FIFA-Reihe. Vor allem die an eine Fernsehübertragung erinnernde Aufmachung, zu der Kommentatoren, Zeitlupen und Statistiken gehören, wurden schnell zum Markenzeichen der Electronic Arts Sportspiele.

Von Electronic Arts zu EA Sports

1993 folgte dann die offizielle Einführung von „EA Sports“. Allerdings wird die Madden-Reihe beispielsweise schon seit 1988 produziert. Da der US-amerikanische Sportsender zu jener Zeit groß expandierte, wurde eine Einigung mit Electronic Arts getroffen, aus der EA Sports entstand. Das erste Spiel mit dem charakteristischen „It’s in the Game“-Claim war dann die Footballsimulation Madden NFL 94. Dabei hat Electronic Arts die Sportschiene ausgelagert. So werden FIFA und NHL Live beispielsweise von EA Canada und Madden NFL oder NBA Live in Florida produziert. Mittlerweile gehören die meisten der Videospielreihen von EA Sports zu den beliebtesten Games ihrer Art. Im Folgenden soll auf die beiden erfolgreichsten EA Sports Games eingegangen werden.

Madden NFL

Wie bereits erwähnt, war Madden die erste Sportsimulation aus dem Hause Electronic Arts und mit Madden NFL 94 auch das erste Spiel, welches den bekannten „It’s in the Game“-Claim benutzte. Das Spiel gehört neben FIFA zu den wichtigsten Marken von EA Sports, dies gilt insbesondere für den heimischen US-amerikanischen Markt. Bisher konnten von dem Spiel weit über 100 Millionen Einheiten abgesetzt werden. Eine interessante Anekdote ist der sogenannte „Madden-Fluch“. In auffallender Häufigkeit durchlief derjenige Athlet, der auf dem aktuellen Cover des Spiels abgebildet ist, im folgenden Jahr eine Schwäche- oder Verletzungsphase. Egal ob Antonio Brown, Rob Gronkowski oder Patrick Mahomes, um nur drei zu nennen, die meisten Spieler mussten noch im selben Jahr mit Verletzungen kämpfen.


FIFA

Während Madden NFL vor allem in den USA den größten Absatzmarkt findet, ist FIFA die mit Abstand erfolgreichste Videospielreihe von EA Sports. Die Fußballsimulation existiert ebenfalls seit 1993 und war innerhalb des Konzerns zunächst umstritten, da Fußball in den USA zu jener Zeit nahezu komplett unbedeutend war. Insbesondere aufgrund der großen Usability, also der Benutzerfreundlichkeit, die sich im überzeugenden Gameplay widerspiegelt, sowie den verschiedenen Lizenzen, ist es den Entwicklern gelungen, ein verblüffend realistisches Fußballerlebnis für PC und Konsole zu entwickeln. Insbesondere die umfangreichen Lizenzen, hoben FIFA beispielsweise von anderen Spielen wie Pro Evolution Soccer ab. Lediglich bei FIFA 20 müssen die Fans auf Juventus Turin, die bei den fußball wetten nur mit einer Quote von 11,00 (Stand 02.03.) auf den Gesamtsieg bei der UEFA Champions League gelistet werden, verzichten, da man sich nicht mit den Spielproduzenten auf die Lizensierung des Teams einigen konnte. Aus diesem Grunde laufen Cristiano Ronaldo und Co. in diesem Spiel als Piemonte Calcio auf. Alle anderen Lizenzen sind natürlich wieder mit an Bord.


Madden und FIFA sind die Umsatz-Pioniere

Zusammen machen die beiden Videospielreihen FIFA und Madden fast 70 Prozent des Umsatzes von EA Sports aus. Zudem wird die Marke EA Sports vom Forbes Magazin zu den wichtigsten Sportmarken weltweit gezählt und befindet sich damit in Gesellschaft von Nike, Adidas oder Reebok. Eines steht fest, der Siegeszug der Sportsimulationen auf Konsole oder PC wird, wenn auch unter anderen Vorzeichen, weitergehen.

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